Augenveränderungen sicher einordnen
Katze hat große Pupillen: Was dahintersteckt und wann es dringend ist

Deine Katze schaut dich mit auffällig großen, beinahe runden Pupillen an und du fragst dich, was dahintersteckt? Vielleicht hast du diese Veränderung während des Spielens beobachtet oder dir ist aufgefallen, dass ihre Pupillen selbst bei normalem Tageslicht ungewöhnlich weit bleiben.
Nicht jede Veränderung der Pupillengröße ist automatisch ein Grund zur Sorge. Katzen können ihre Pupillen innerhalb kurzer Zeit stark erweitern oder verengen, wodurch sie sich an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpassen. Gleichzeitig beeinflussen Aufmerksamkeit, Aufregung und andere körperliche Reaktionen die Größe der Pupillen.
Allerdings gibt es Situationen, in denen große Pupillen auf eine Erkrankung der Augen, Probleme mit der Sehfähigkeit oder neurologische Veränderungen hinweisen können. Besonders wichtig ist deshalb, ob beide Augen gleichermaßen betroffen sind, wie lange die Veränderung anhält und welche weiteren Auffälligkeiten auftreten.
In diesem Artikel erfährst du, welche Ursachen hinter großen Pupillen stecken können, woran du Warnzeichen erkennst und wann eine tierärztliche Untersuchung notwendig ist.
Katze hat große Pupillen: Das Wichtigste zuerst
Große Pupillen gehören zunächst einmal zur normalen Körpersprache und Physiologie einer Katze. Ihre Bedeutung lässt sich jedoch nicht allein anhand der Pupillengröße bestimmen.
Während sich die Pupillen bei Dunkelheit erweitern, können sie auch beim Spielen, bei intensiver Aufmerksamkeit oder nach einem plötzlichen Schreck größer werden. Entscheidend ist dabei immer, wie sich die Katze insgesamt verhält und ob ihre Augen auf Veränderungen der Umgebung reagieren.
Bleiben die Pupillen dagegen ungewöhnlich weit oder unterscheiden sie sich plötzlich deutlich voneinander, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
Wann weite Pupillen normal sein können
Stell dir vor, deine Katze liegt am Abend entspannt auf dem Sofa. Im Zimmer brennt lediglich eine kleine Lampe und ihre Pupillen erscheinen deutlich größer als tagsüber.
Diese Veränderung ist zunächst völlig nachvollziehbar, denn bei schwacher Beleuchtung muss mehr Licht ins Auge gelangen, damit deine Katze ihre Umgebung weiterhin wahrnehmen kann.
Ähnliches lässt sich während einer intensiven Spielphase beobachten. Sobald deine Katze ihre Aufmerksamkeit auf ein bewegliches Spielzeug richtet, können sich ihre Pupillen erweitern. Dabei spielt nicht nur die Helligkeit eine Rolle, sondern auch die Aktivierung ihres Nervensystems.
Selbst ein unerwartetes Geräusch kann ausreichen, um kurzfristig eine deutliche Veränderung hervorzurufen.
Solche Situationen sind vor allem dann unauffällig, wenn beide Pupillen ungefähr gleich groß bleiben, sich anschließend wieder anpassen und deine Katze ansonsten ihr gewohntes Verhalten zeigt.
Eine einzelne Momentaufnahme reicht allerdings nicht aus, um die Ursache sicher zu beurteilen.
Welche Veränderungen sofortiges Handeln erfordern
Anders sieht es aus, wenn die Pupillen plötzlich unterschiedlich groß werden oder sich trotz normaler Raumbeleuchtung kaum noch verändern.
Besonders aufmerksam solltest du werden, wenn deine Katze zusätzlich Schwierigkeiten hat, sich in ihrer vertrauten Umgebung zurechtzufinden.
Vielleicht zögert sie plötzlich vor einem Sprung, läuft gegen Möbel oder findet Gegenstände nicht mehr so sicher wie gewohnt. Solche Veränderungen können auf eine Beeinträchtigung der Sehfähigkeit hindeuten.
Auch sichtbare Auffälligkeiten am Auge verdienen besondere Aufmerksamkeit. Dazu gehören beispielsweise eine starke Rötung, eine milchige Trübung, Blutungen oder ein auffälliges Zusammenkneifen der Augenlider.
Kommt es gleichzeitig zu Gleichgewichtsproblemen, Krampfanfällen, ausgeprägter Schwäche oder verändertem Bewusstsein, kann neben dem Auge auch das Nervensystem betroffen sein.
Nach einem Kopftrauma oder bei Verdacht auf eine Vergiftung ist ebenfalls schnelles Handeln erforderlich.
Wichtig ist deshalb, nicht ausschließlich die Größe der Pupillen zu betrachten. Erst die Kombination aus Augenbefund, Sehfähigkeit, Verhalten und zeitlichem Verlauf ermöglicht eine sinnvolle Einschätzung der Dringlichkeit.
Wie auch das Cornell Feline Health Center erläutert, können Veränderungen der Augen und plötzlich auftretende Sehprobleme Hinweise auf ernsthafte Erkrankungen sein.
Eine frühzeitige Untersuchung ist bei entsprechenden Warnzeichen wichtig, um mögliche Ursachen zu erkennen und bleibende Schäden nach Möglichkeit zu verhindern.
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Mit seiner ruhigen Art, seinem enormen Erfahrungsschatz und seinem geschulten Blick hat er Ursachen und Zusammenhänge erkannt, die uns selbst nie aufgefallen wären. Statt nur Symptome zu betrachten, schaut er genau hin und findet heraus, was wirklich hinter dem Verhalten steckt.
Wie die Pupillen einer Katze funktionieren
Die Augen einer Katze sind darauf ausgelegt, auch bei schwachen Lichtverhältnissen möglichst viele Informationen aus ihrer Umgebung aufzunehmen. Eine wichtige Rolle spielen dabei die Pupillen, deren Größe sich innerhalb kurzer Zeit erheblich verändern kann.
Als Pupille bezeichnet man die dunkle Öffnung in der Mitte des Auges. Sie wird von der farbigen Iris umgeben, deren Muskulatur reguliert, wie viel Licht ins Augeninnere gelangt.
Anders als beim Menschen, dessen Pupillen normalerweise rund bleiben, können Katzen ihre Pupillen zu einem schmalen, senkrechten Schlitz verengen. Bei einer starken Erweiterung nehmen sie dagegen eine beinahe kreisrunde Form an.
Diese Anpassungsfähigkeit ermöglicht es ihnen, sowohl bei Tageslicht als auch während der Dämmerung visuelle Informationen zu verarbeiten.

Allerdings hängt die Pupillengröße nicht ausschließlich von der Helligkeit ab. Auch das autonome Nervensystem beeinflusst die Muskulatur der Iris und sorgt dafür, dass sich die Pupillen beispielsweise bei hoher Aufmerksamkeit, Aufregung oder Stress verändern.
In der Tiermedizin werden dafür verschiedene Begriffe verwendet:
- Mydriasis: Die Pupille ist erweitert und erscheint entsprechend groß
- Miosis: Eine Verengung der Pupille, wodurch lediglich ein kleiner Teil der dunklen Öffnung sichtbar bleibt
- Anisokorie: Beide Pupillen unterscheiden sich in ihrer Größe voneinander
Diese Begriffe beschreiben zunächst nur den sichtbaren Zustand. Sie erklären noch nicht, wodurch die jeweilige Veränderung ausgelöst wurde.
Deshalb lässt sich aus großen Pupillen allein weder eine bestimmte Emotion noch eine Erkrankung zuverlässig ableiten.
Warum sich Pupillen bei Licht und Dunkelheit verändern
Wenn deine Katze von einem hellen Raum in eine dunklere Umgebung läuft, muss sich ihr Sehsystem an die veränderten Lichtverhältnisse anpassen.
Dafür erweitern sich normalerweise beide Pupillen, sodass mehr Licht auf die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges treffen kann. Dort befinden sich lichtempfindliche Sinneszellen, die optische Reize aufnehmen und zur weiteren Verarbeitung an das Gehirn weiterleiten.
Bei zunehmender Helligkeit geschieht das Gegenteil. Die Pupillen werden kleiner und begrenzen dadurch die einfallende Lichtmenge.
Gerade bei Katzen fällt dieser Unterschied besonders deutlich aus, weil ihre Pupillen zwischen einem sehr schmalen Schlitz und einer großen, runden Öffnung wechseln können.
Vielleicht ist dir bereits aufgefallen, dass deine Katze morgens am Fenster beinahe schlitzförmige Pupillen hat, während ihre Augen am Abend deutlich dunkler erscheinen.
Solange diese Veränderung auf beiden Seiten ähnlich abläuft und keine weiteren Auffälligkeiten bestehen, spricht das zunächst für eine normale Anpassung an die Lichtverhältnisse.
Neben der Pupillengröße tragen weitere Besonderheiten des Katzenauges zum Sehen bei schwacher Beleuchtung bei. Dazu gehört das sogenannte Tapetum lucidum, eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut, die vorhandenes Licht erneut durch die lichtempfindlichen Bereiche lenken kann.
Dadurch kommen Katzen mit deutlich weniger Umgebungslicht zurecht als Menschen. Vollständige Dunkelheit können allerdings auch sie nicht mit ihren Augen überwinden.
Wichtig: Um die Pupillen deiner Katze zu beobachten, solltest du ausschließlich normale, gleichmäßige Raumbeleuchtung nutzen. Ein direkter Handyblitz, eine starke Taschenlampe oder ein Laser sind dafür weder notwendig noch geeignet.
Warum beide Augen gemeinsam betrachtet werden müssen
Nicht nur die Größe einer einzelnen Pupille ist entscheidend. Besonders aufschlussreich ist der Vergleich zwischen dem linken und dem rechten Auge.
Unter normalen Bedingungen reagieren beide Pupillen auf Veränderungen der Beleuchtung üblicherweise ähnlich. Wird es dunkler, erweitern sie sich. Nimmt die Helligkeit zu, verengen sie sich wieder.
Diese abgestimmte Reaktion hängt mit den Nervenbahnen zusammen, die Augen und Gehirn miteinander verbinden.
Dabei werden Lichtreize aufgenommen, über den Sehnerv weitergeleitet und durch bestimmte Bereiche des Nervensystems verarbeitet. Anschließend gelangen entsprechende Signale zu den Muskeln der Iris.
Deshalb kann eine Störung an unterschiedlichen Stellen dieses Systems Auswirkungen auf die Pupillengröße haben.
Sind beide Pupillen beispielsweise bei schwacher Beleuchtung gleichmäßig erweitert, ist das anders zu bewerten als eine plötzlich auftretende Veränderung, bei der nur eine Pupille ungewöhnlich groß erscheint.
Allerdings bedeutet eine beidseitige Erweiterung nicht automatisch, dass alles in Ordnung ist. Auch Erkrankungen der Netzhaut, bestimmte Medikamente oder neurologische Störungen können beide Augen betreffen.
Umgekehrt lässt sich bei unterschiedlich großen Pupillen nicht allein anhand ihres Aussehens feststellen, welches Auge betroffen ist oder wo die eigentliche Ursache liegt.
Hinzu kommt, dass die Pupillengröße nur einen Teil der Augenfunktion widerspiegelt. Ebenso wichtig sind die Sehfähigkeit, die Reaktion auf Licht und der Zustand der sichtbaren Augenstrukturen.
Eine Katze kann beispielsweise auffällig große Pupillen haben, weil ihre Netzhaut geschädigt ist und Lichtreize nicht mehr ausreichend verarbeitet werden.
Bei anderen Erkrankungen liegt das Problem dagegen direkt im Auge oder an den beteiligten Nervenbahnen.
Wie im MSD Veterinary Manual zur neurologischen Untersuchung beschrieben, liefert die fachgerechte Beurteilung der Pupillen und ihrer Lichtreaktionen wichtige Hinweise auf die Funktion bestimmter Nervenbahnen.
Für dich als Katzenhalter bedeutet das vor allem eines: Vergleiche beide Augen unter denselben normalen Lichtverhältnissen, ohne selbst medizinische Tests durchzuführen.
Ob eine auffällige Pupillenreaktion tatsächlich auf eine Erkrankung zurückzuführen ist, kann nur durch eine entsprechende Untersuchung geklärt werden.
Große Pupillen richtig beobachten
Wenn deine Katze große Pupillen hat, lohnt es sich, die Situation genauer zu betrachten. Denn nicht jede Erweiterung ist ungewöhnlich und nicht jede Auffälligkeit lässt sich unmittelbar einer bestimmten Ursache zuordnen.
Statt ausschließlich auf die Augen zu achten, solltest du deshalb mehrere Faktoren berücksichtigen. Dazu gehören die Lichtverhältnisse, das Verhalten deiner Katze, mögliche Unterschiede zwischen beiden Pupillen und die Dauer der Veränderung.
Eine einfache Orientierung bietet dir folgende Reihenfolge:
Licht → beide Augen → Verlauf → Begleitzeichen
Mit dieser Vorgehensweise kannst du wichtige Beobachtungen sammeln, ohne deine Katze unnötig zu bedrängen oder selbst medizinische Untersuchungen durchzuführen.
Allerdings ersetzt auch eine sorgfältige Beobachtung keine tierärztliche Abklärung, sobald deutliche Warnzeichen auftreten.

Licht, Situation und Verlauf prüfen
Zunächst solltest du darauf achten, unter welchen Bedingungen die Pupillen deiner Katze besonders groß erscheinen.
Befindet sie sich beispielsweise in einem abgedunkelten Zimmer, ist eine Erweiterung grundsätzlich nachvollziehbar. Dasselbe gilt für die Dämmerung oder einen Raum, in den nur wenig Tageslicht gelangt.
Interessanter wird die Beobachtung, wenn die Pupillen auch bei normaler Raumhelligkeit auffällig weit bleiben.
Neben den Lichtverhältnissen spielt die jeweilige Situation eine wichtige Rolle. Während des Spielens, bei intensiver Aufmerksamkeit oder nach einem plötzlichen Geräusch kann sich die Pupillengröße kurzfristig verändern.
Vielleicht bemerkst du die Erweiterung auch während eines Tierarztbesuchs, beim Transport oder in einer ungewohnten Umgebung. Solche Ereignisse können mit einer erhöhten körperlichen Erregung verbunden sein.
Damit du Veränderungen besser einordnen kannst, helfen dir folgende Fragen:
- Beleuchtung: Befindet sich deine Katze in einem hellen Zimmer, bei gedämpftem Licht oder in der Dämmerung?
- Auslöser: Ging der Veränderung ein Spiel, eine aufregende Situation, ein Schreck oder ein anderes Ereignis voraus?
- Beginn: Ist dir die Pupillenerweiterung plötzlich aufgefallen oder hat sie sich allmählich entwickelt?
- Verlauf: Bleiben die Pupillen dauerhaft groß oder verändert sich ihre Größe abhängig von der Situation?
- Häufigkeit: Beobachtest du das Verhalten zum ersten Mal oder tritt es regelmäßig auf?
- Mögliche Einflüsse: Hat deine Katze neue Medikamente erhalten oder könnte sie mit einer unbekannten Substanz in Kontakt gekommen sein?
Besonders hilfreich ist es, den Zeitpunkt der ersten Auffälligkeit festzuhalten. Dadurch lässt sich später besser nachvollziehen, ob die Veränderung mit einem bestimmten Ereignis zusammenhängt.
Auch Fotos oder kurze Videos können sinnvoll sein, sofern du sie ohne Blitz und unter normalen Lichtverhältnissen aufnimmst.
Dabei solltest du allerdings vermeiden, deine Katze für eine Aufnahme festzuhalten oder ihr Gesicht gegen ihren Willen in eine bestimmte Richtung zu drehen.
Zeigt sie deutliche Augenbeschwerden, Sehprobleme oder neurologische Auffälligkeiten, darf die Dokumentation die tierärztliche Untersuchung nicht verzögern.
Einseitig oder beidseitig: der entscheidende Unterschied
Ein besonders wichtiger Punkt ist die Frage, ob beide Pupillen ungefähr gleich groß sind.
Erweitern sie sich gleichzeitig und passen sich anschließend wieder an die Umgebungshelligkeit an, kann das für eine normale körperliche Reaktion sprechen.
Anders verhält es sich, wenn eine Pupille plötzlich deutlich größer erscheint als die andere.
Diese Veränderung wird als Anisokorie bezeichnet und kann unterschiedliche Ursachen haben. Neben Erkrankungen direkt am Auge kommen beispielsweise Störungen bestimmter Nervenbahnen oder Verletzungen infrage.
Dabei ist es nicht möglich, allein durch einen Blick zu entscheiden, welche Pupille die auffällige ist. Schließlich kann sowohl eine ungewöhnliche Erweiterung als auch eine fehlende Verengung beziehungsweise eine krankhafte Verkleinerung den Größenunterschied verursachen.
Ebenso verdienen dauerhaft weit bleibende Pupillen auf beiden Seiten Aufmerksamkeit.
Mögliche Hintergründe reichen von Veränderungen der Netzhaut über bestimmte Medikamente bis zu Erkrankungen, die das Nervensystem betreffen.
Die folgende Übersicht hilft dir, Beobachtungen sinnvoll einzuordnen:
| Beobachtung | Mögliche Einordnung | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Beide Pupillen sind bei Dunkelheit groß | Normale Lichtanpassung möglich | Bei unauffälligem Gesamtbild beobachten |
| Während des Spielens werden beide Pupillen weit | Vorübergehende Erregung möglich | Verhalten und anschließenden Verlauf beachten |
| Pupillen bleiben bei normaler Raumhelligkeit wiederholt weit | Medizinische Ursache möglich | Zeitnah tierärztlich abklären |
| Eine Pupille ist plötzlich deutlich größer | Anisokorie als dringender Befund | Sofort Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren |
| Große Pupillen mit plötzlichen Sehproblemen | Mögliche Augen- oder Netzhauterkrankung | Unverzüglich untersuchen lassen |
| Auffällige Pupillen mit Krämpfen oder Gleichgewichtsverlust | Mögliche neurologische Beteiligung | Sofort tierärztliche Notfallversorgung |
Diese Einordnung ist eine Orientierungshilfe und keine Diagnose. Besonders bei plötzlich auftretenden Veränderungen kommt es darauf an, mögliche Erkrankungen frühzeitig zu erkennen.
Begleitzeichen an Auge, Verhalten und Orientierung erfassen
Neben der Pupillengröße solltest du darauf achten, ob sich weitere Veränderungen zeigen.
Gerade Katzen können körperliche Beschwerden über längere Zeit relativ unauffällig ausdrücken. Deshalb sind manchmal bereits kleine Abweichungen vom gewohnten Verhalten relevant.
Veränderungen am Auge
Achte beispielsweise auf Rötungen, Schwellungen oder einen ungewöhnlichen Ausfluss. Auch eine trübe Hornhaut, sichtbare Verletzungen oder eine veränderte Irisfarbe können Hinweise auf ein Augenproblem sein.
Kneift deine Katze ein Auge zusammen, reibt sie wiederholt mit der Pfote darüber oder tritt die Nickhaut auffällig hervor, sollte das ebenfalls berücksichtigt werden.
Auffälligkeiten beim Sehen
Eine eingeschränkte Sehfähigkeit zeigt sich nicht immer sofort durch offensichtliches Anstoßen.
Manche Katzen werden zunächst vorsichtiger, zögern vor gewohnten Sprüngen oder bewegen sich langsamer durch ihre Umgebung.
Andere verfehlen plötzlich erhöhte Liegeflächen, wirken auf Treppen unsicher oder haben Schwierigkeiten, sich an Futterplätzen und am Katzenklo zurechtzufinden.
Besonders bei einer vertrauten Umgebung fallen solche Veränderungen möglicherweise erst auf, wenn die Katze mit einer ungewohnten Situation konfrontiert wird.
Neurologische Veränderungen
Zusätzliche Warnzeichen können ein schwankender Gang, unkontrollierte Bewegungen, Kreiseln oder eine plötzlich veränderte Körperkoordination sein.
Ebenso ernst zu nehmen sind Krampfanfälle, ausgeprägte Schwäche, Bewusstseinsveränderungen oder eine starke Desorientierung.
Wenn deine Katze beispielsweise unvermittelt das Gleichgewicht verliert und gleichzeitig auffällige Pupillen zeigt, solltest du nicht versuchen, die Ursache selbst herauszufinden.
Veränderungen im allgemeinen Verhalten
Auch Rückzug, ungewöhnliche Lautäußerungen, eine veränderte Berührungsempfindlichkeit oder plötzlich fehlender Appetit können zusätzliche Hinweise liefern.
Erbrechen, Zittern oder eine auffällige Körperhaltung sind ebenfalls wichtige Informationen für die tierärztliche Einschätzung.
Allerdings beweist keines dieser Anzeichen für sich allein eine bestimmte Erkrankung. Entscheidend bleibt die Kombination aus den beobachteten Veränderungen.
Wirkt deine Katze ungewöhnlich teilnahmslos, findest du weitere Informationen im Artikel über Apathie bei Katzen.
Bei älteren Katzen kann außerdem eine schleichende Veränderung der Orientierung auffallen. Zwar kommen dafür verschiedene Ursachen infrage, doch eine mögliche Katzendemenz erkennen zu wollen, ohne Sehprobleme und andere körperliche Erkrankungen abzuklären, wäre nicht sinnvoll.
Die Checkliste soll dir helfen, relevante Informationen strukturiert festzuhalten. Sie ist ausdrücklich nicht dafür gedacht, bei akuten Warnzeichen zunächst sämtliche Punkte abzuarbeiten.
Treten plötzlich unterschiedlich große Pupillen, erkennbare Sehprobleme oder neurologische Auffälligkeiten auf, hat die unmittelbare Kontaktaufnahme mit einer Tierarztpraxis oder Tierklinik Vorrang.
Harmlose Gründe für große Pupillen
Nicht immer steckt hinter großen Pupillen eine Erkrankung oder ein gesundheitliches Problem. Häufig handelt es sich um eine normale körperliche Reaktion, die durch Lichtverhältnisse, Aufmerksamkeit oder eine erhöhte Erregung ausgelöst wird.
Allerdings wäre es falsch, aus der Pupillengröße unmittelbar auf den emotionalen Zustand einer Katze zu schließen. Schließlich können ganz unterschiedliche Situationen dieselbe sichtbare Veränderung hervorrufen.
Deshalb solltest du neben den Augen auch die Körperhaltung, Bewegungen und das Verhalten deiner Katze berücksichtigen. Erst dadurch lässt sich besser einschätzen, ob die erweiterten Pupillen zur jeweiligen Situation passen.
Dämmerung und dunkle Räume
Eine der häufigsten Ursachen für große Pupillen sind schwache Lichtverhältnisse.
Katzen sind besonders gut an die Dämmerung angepasst. Damit sie auch bei geringer Helligkeit möglichst viele visuelle Informationen aufnehmen können, erweitern sich ihre Pupillen und lassen dadurch mehr Licht ins Auge gelangen.
Vielleicht kennst du die Situation, dass deine Katze abends durch die Wohnung läuft und ihre Augen plötzlich beinahe vollständig schwarz erscheinen. Sobald sie sich dagegen tagsüber an einem hellen Fenster aufhält, sind ihre Pupillen möglicherweise nur noch als schmale Schlitze zu erkennen.
Beide Zustände können vollkommen normal sein.
Entscheidend ist jedoch, ob die Veränderung tatsächlich mit den Lichtverhältnissen zusammenhängt. Werden beide Pupillen bei Dunkelheit gleichmäßig größer und bei zunehmender Raumhelligkeit wieder kleiner, spricht das für eine normale Anpassungsreaktion.
Bleiben sie hingegen auch unter gewöhnlichen Lichtbedingungen ungewöhnlich weit, sollte die Ursache untersucht werden.
Spiel, Jagd und hohe Erregung
Während des Spielens verändert sich nicht nur die Bewegung deiner Katze, sondern auch ihre körperliche Aktivierung.
Sobald sie ein Spielzeug entdeckt, konzentriert sich ihre Aufmerksamkeit auf dessen Bewegungen. Vielleicht richtet sie ihre Ohren nach vorne, verlagert das Gewicht auf die Hinterbeine und verfolgt jede kleine Veränderung mit ihrem Blick.
Gleichzeitig können sich ihre Pupillen deutlich erweitern.
Dahinter steckt unter anderem die Aktivität des autonomen Nervensystems, das verschiedene körperliche Funktionen beeinflusst. Bei hoher Erregung wird der Organismus auf schnelle Reaktionen vorbereitet, wodurch sich auch die Pupillengröße verändern kann.
Besonders deutlich lässt sich das beobachten, wenn eine Katze unmittelbar vor einem Sprung steht oder sich intensiv mit einer Jagdsequenz beschäftigt.
Dabei ist wichtig zu verstehen, dass Jagdverhalten für Katzen nicht ausschließlich der Nahrungsbeschaffung dient. Bereits das Verfolgen, Anschleichen und Fangen kann selbstbelohnend wirken und eine hohe Motivation auslösen.
Große Pupillen während einer solchen Aktivität sind deshalb nicht ungewöhnlich.
Allerdings bedeutet das keineswegs automatisch, dass die Katze glücklich, entspannt oder besonders aggressiv ist.
Eine hohe Erregung beschreibt zunächst einen körperlichen Aktivierungszustand und keine eindeutig festgelegte Emotion.
Wirkt deine Katze während des Spielens koordiniert, bewegt sie sich flüssig und zeigt anschließend wieder ihr gewohntes Verhalten, passt die vorübergehende Pupillenerweiterung eher zu dieser Situation.
Neben der Pupillengröße lohnt sich außerdem ein Blick auf die übrigen Körpersignale. Wie du diese besser einordnen kannst, erfährst du in meinem Artikel über Körpersprache richtig deuten.
Schreck, Angst und Stress im Gesamtbild
Auch unangenehme oder unerwartete Situationen können dazu führen, dass sich die Pupillen einer Katze erweitern.
Ein plötzliches Geräusch, eine unbekannte Person oder eine schnelle Bewegung reichen manchmal aus, um eine deutliche körperliche Reaktion hervorzurufen.
Dabei wird das Nervensystem aktiviert und der Körper auf eine mögliche Reaktion vorbereitet.
Allerdings lässt sich anhand großer Pupillen allein nicht feststellen, ob eine Katze tatsächlich Angst empfindet.
Während manche Tiere bei einem unerwarteten Reiz kurz zusammenzucken und sich anschließend wieder ihrer Beschäftigung widmen, reagieren andere mit deutlich stärkerer Anspannung.
Deshalb solltest du immer mehrere Körpersignale gemeinsam betrachten.
Eine Katze, die ihre Ohren seitlich oder nach hinten richtet, den Körper angespannt hält und gleichzeitig versucht, Abstand zu gewinnen, zeigt ein anderes Gesamtbild als ein Tier, das aufmerksam und mit lockeren Bewegungen seine Umgebung erkundet.
Auch die Schwanzhaltung, Muskelspannung und Bewegungsrichtung können zusätzliche Hinweise liefern.
Besonders wichtig ist außerdem, wie sich die Situation weiterentwickelt.
Beruhigt sich deine Katze nach einem kurzen Schreck und setzt ihr gewohntes Verhalten fort, spricht das eher für eine vorübergehende Reaktion.
Bleibt sie dagegen über längere Zeit angespannt, vermeidet bestimmte Bereiche oder reagiert zunehmend empfindlich auf alltägliche Reize, lohnt sich eine genauere Betrachtung ihrer Lebensumstände.
In solchen Situationen solltest du ihr ausreichend Abstand ermöglichen und darauf achten, dass sie selbst entscheiden kann, ob sie sich einem Reiz nähern oder zurückziehen möchte.
Festhalten, Bedrängen oder Bestrafungen sind dagegen keine geeigneten Maßnahmen, um einer verunsicherten Katze Sicherheit zu vermitteln.
Stattdessen können vorhersehbare Abläufe, kontrollierbare Situationen und positive Lernerfahrungen dazu beitragen, dass sie langfristig mehr Sicherheit entwickelt.
Dennoch darf eine plötzliche Verhaltensveränderung nicht automatisch als Stressreaktion eingeordnet werden.
Zeigt deine Katze neben auffällig großen Pupillen beispielsweise Sehprobleme, Schmerzen, Gleichgewichtsstörungen oder andere körperliche Auffälligkeiten, muss auch eine medizinische Ursache berücksichtigt werden.
Katzenminze, Streicheln und Überreizung
Neben Licht, Spiel und Schreck fallen große Pupillen besonders oft in zwei Alltagssituationen auf: nach Kontakt mit Katzenminze und beim Streicheln.
Viele erwachsene Katzen geraten durch Katzenminze kurzzeitig in starke Erregung. Sie reiben ihren Kopf am Kraut, wälzen sich, spielen lebhaft oder laufen durch die Wohnung, während ihre Pupillen deutlich weiter werden.
Meist klingt diese Reaktion nach wenigen Minuten von allein ab und ist unbedenklich. Manche Katzen reagieren gar nicht, sehr junge Kitten häufig ebenfalls nicht. Bleiben die Pupillen lange danach weit oder wirkt die Katze benommen, entspricht das nicht dem typischen Verlauf und sollte abgeklärt werden.
Beim Streicheln können weite Pupillen zusammen mit zuckender Rückenhaut, schlagendem Schwanz, zurückgedrehten Ohren und einem auf die Hand gerichteten Blick eine beginnende Überreizung anzeigen. Beende die Berührung dann ruhig und gib deiner Katze eine Pause, bevor es zu einem Biss oder Krallenschlag kommt. Wie du solche Belastungssignale im Alltag weiter einordnest, zeigt der Artikel Stress bei Katzen.
Auch Schnurren beweist keine Entspannung, denn Katzen schnurren ebenso bei Anspannung, Angst oder Schmerzen. Treten gleichzeitig große Pupillen, angelegte Ohren und eine angespannte Haltung auf, zählt das gesamte Körperbild.
- Katzenminze: Die kurze Erregungsphase mit weiten Pupillen klingt selbstständig ab
- Streicheln: Weite Pupillen mit Schwanzschlagen und Hautzucken sprechen für Überreizung, nicht für Genuss
- Schnurren: Es beweist keine Entspannung, wenn Körpersprache und Pupillen dagegen sprechen
Merke: Große Pupillen zeigen zunächst nur, dass sich die Pupillen erweitert haben. Ob dahinter Lichtanpassung, Spiel, Aufmerksamkeit, Angst oder eine Erkrankung steckt, lässt sich erst durch den Zusammenhang mit weiteren Beobachtungen beurteilen.
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Egal zu welchem Thema man Rat sucht und in welcher Situation man sich mit seinen Katzen befindet, bei Christoph ist man sehr gut aufgehoben.
Wenn die Pupillen dauerhaft groß bleiben
Während sich große Pupillen bei Dunkelheit oder hoher Erregung häufig durch normale körperliche Reaktionen erklären lassen, verdienen anhaltende Veränderungen besondere Aufmerksamkeit.
Bleiben die Pupillen deiner Katze auch bei normaler Raumhelligkeit ungewöhnlich weit, kommen verschiedene gesundheitliche Ursachen infrage. Dabei können sowohl die Augen selbst als auch die Netzhaut, bestimmte Nervenbahnen oder andere Organsysteme betroffen sein.
Allerdings lässt sich aus der Pupillengröße allein nicht erkennen, welche Erkrankung möglicherweise dahintersteckt. Entscheidend sind deshalb zusätzliche Auffälligkeiten, der zeitliche Verlauf und eine gezielte tierärztliche Untersuchung.
Besonders ernst solltest du es nehmen, wenn die Veränderung plötzlich auftritt oder deine Katze gleichzeitig Schwierigkeiten beim Sehen zeigt.
Erkrankungen des Auges und der Netzhaut
Die Pupillen reagieren nicht unabhängig vom restlichen Auge. Damit sie sich normal an unterschiedliche Lichtverhältnisse anpassen können, müssen verschiedene Strukturen und Nervenbahnen zusammenarbeiten.
Kommt es innerhalb dieses Systems zu einer Störung, kann sich das unter anderem durch ungewöhnlich große oder schlecht reagierende Pupillen bemerkbar machen.
Eine mögliche Ursache ist das Glaukom, das auch als Grüner Star bezeichnet wird.
Bei dieser Erkrankung ist der Augeninnendruck erhöht, wodurch empfindliche Strukturen im Auge geschädigt werden können. Besonders gefährdet sind dabei die Netzhaut und der Sehnerv.
Neben einer erweiterten Pupille, die nur eingeschränkt auf Licht reagiert, können weitere Veränderungen auftreten:
- Eine auffällige Trübung der Hornhaut
- Deutliche Rötungen oder Veränderungen am Auge
- Zusammenkneifen der Augenlider als mögliches Schmerzzeichen
- Schwierigkeiten beim Sehen oder eine zunehmende Orientierungslosigkeit
- Bei fortgeschrittenen Veränderungen eine sichtbare Vergrößerung des Augapfels
Nicht jede Katze zeigt sämtliche Symptome. Außerdem können sich bestimmte Veränderungen zunächst relativ unauffällig entwickeln.
Gerade deshalb ist ein Glaukom ernst zu nehmen. Ein stark erhöhter Augeninnendruck kann schmerzhaft sein und die Sehfähigkeit dauerhaft beeinträchtigen.
Wie das Cornell Feline Health Center zum Glaukom erläutert, gehören Pupillenveränderungen, Augenbeschwerden und mögliche Sehprobleme zu den relevanten Anzeichen dieser Erkrankung.
Besteht ein entsprechender Verdacht, ist eine umgehende tierärztliche Untersuchung erforderlich.
Neben dem Augeninnendruck können auch Erkrankungen der Netzhaut dazu führen, dass die Pupillen ungewöhnlich weit erscheinen.
Die Netzhaut befindet sich im hinteren Bereich des Auges und enthält lichtempfindliche Sinneszellen. Sie wandeln einfallendes Licht in Nervensignale um, die anschließend über den Sehnerv zum Gehirn gelangen.
Wird diese Funktion beeinträchtigt, können sowohl die Sehfähigkeit als auch bestimmte Pupillenreaktionen verändert sein.
Eine besonders wichtige Erkrankung ist die Netzhautablösung.
Dabei löst sich die Netzhaut von der darunterliegenden Gewebeschicht. Infolgedessen kann die Verarbeitung visueller Informationen erheblich gestört werden.
Je nach Ausmaß der Veränderung ist sogar ein plötzlicher Sehverlust möglich.
Manche Katzen fallen dann dadurch auf, dass sie gegen Möbel laufen, gewohnte Sprünge vermeiden oder sich in ihrer vertrauten Umgebung ungewöhnlich vorsichtig bewegen.
Andere wirken zunächst lediglich verunsichert, obwohl die eigentliche Ursache eine eingeschränkte Sehfähigkeit ist.
Auch Schädigungen des Sehnervs können ähnliche Veränderungen hervorrufen.
Darüber hinaus kommen Augenverletzungen, Blutungen und entzündliche Erkrankungen als mögliche Ursachen auffälliger Pupillen infrage.
Bei einer sogenannten Uveitis, also einer Entzündung innerhalb des Auges, ist allerdings häufig eher eine verengte Pupille zu beobachten. Je nach Verlauf und möglichen Folgeerkrankungen können dennoch unterschiedliche Pupillenveränderungen auftreten.
Deshalb wäre es falsch, eine bestimmte Augenerkrankung ausschließlich anhand der Pupillengröße erkennen zu wollen.
Bluthochdruck und mögliche Sehprobleme
Eine weitere wichtige Ursache für auffällige Pupillen ist systemischer Bluthochdruck.
Dabei ist der Blutdruck innerhalb des Kreislaufs dauerhaft oder wiederholt krankhaft erhöht. Besonders bei älteren Katzen spielt diese Erkrankung eine bedeutende Rolle.
Häufig besteht ein Zusammenhang mit anderen gesundheitlichen Problemen, beispielsweise einer chronischen Nierenerkrankung oder einer Schilddrüsenüberfunktion.
Allerdings kann Bluthochdruck auch ohne eine eindeutig erkennbare Grunderkrankung auftreten.
Problematisch ist vor allem, dass ein erhöhter Blutdruck verschiedene Organe schädigen kann. Dazu gehören unter anderem die Nieren, das Herz, das Gehirn und die Augen.
Besonders empfindlich reagieren die feinen Blutgefäße der Netzhaut.
Werden sie durch einen stark erhöhten Blutdruck geschädigt, können Blutungen oder Flüssigkeitsansammlungen entstehen. In schweren Fällen ist sogar eine Netzhautablösung möglich.
Dadurch kann sich die Sehfähigkeit innerhalb kurzer Zeit erheblich verschlechtern.
Vielleicht bemerkst du bei deiner Katze zunächst nur, dass ihre Pupillen ungewöhnlich groß erscheinen. Gleichzeitig bewegt sie sich möglicherweise vorsichtiger, verfehlt einen Sprung oder stößt plötzlich gegen Gegenstände.
Solche Veränderungen sollten insbesondere bei älteren Katzen nicht vorschnell als normale Alterserscheinung eingeordnet werden.
Auch eine scheinbare Desorientierung kann mit einer eingeschränkten Sehfähigkeit zusammenhängen.
Das Cornell Feline Health Center zum Bluthochdruck beschreibt die Augen als wichtige Zielorgane der Erkrankung und weist auf mögliche Netzhautschäden sowie Sehverlust hin.
Entsprechend betont auch die ISFM-Leitlinie zur felinen Hypertonie, wie wichtig eine angemessene Blutdruckdiagnostik und die Beurteilung möglicher Organschäden sind.
Ob deine Katze tatsächlich unter Bluthochdruck leidet, lässt sich allerdings nicht durch die Betrachtung ihrer Pupillen feststellen.
Dafür ist eine fachgerechte Blutdruckmessung notwendig, bei der unter anderem die Untersuchungssituation und mögliche stressbedingte Einflüsse berücksichtigt werden.
Je nach Befund können anschließend weitere Untersuchungen sinnvoll sein, um mögliche Grunderkrankungen zu erkennen.
Besonders wichtig ist eine schnelle Abklärung, wenn große Pupillen gemeinsam mit plötzlich auftretenden Sehproblemen beobachtet werden.
Neurologische Ursachen, Medikamente und Giftstoffe
Nicht jede auffällige Pupillenveränderung entsteht direkt im Auge.
Schließlich sind an der Steuerung der Pupillengröße verschiedene Nervenbahnen beteiligt, die Informationen zwischen Augen, Hirnstamm und weiteren Bereichen des Nervensystems weiterleiten.
Kommt es innerhalb dieser Verbindungen zu einer Störung, kann sich das ebenfalls auf die Pupillenreaktion auswirken.
Je nachdem, welcher Bereich betroffen ist, können eine oder beide Pupillen verändert erscheinen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen dabei zusätzliche neurologische Auffälligkeiten.
Dazu gehören beispielsweise:
- Ein plötzlich unsicherer oder schwankender Gang
- Ungewöhnliche Kreisbewegungen und deutliche Koordinationsprobleme
- Krampfanfälle oder unkontrollierte Muskelbewegungen
- Ausgeprägte Schwäche bis hin zum Zusammenbruch
- Veränderungen des Bewusstseins oder der Reaktionsfähigkeit
- Auffälligkeiten nach einem Unfall oder einer Kopfverletzung
Treten solche Symptome gemeinsam mit veränderten Pupillen auf, ist eine sofortige tierärztliche Untersuchung notwendig.
Allerdings können auch Medikamente die Pupillengröße beeinflussen, ohne dass eine neurologische Erkrankung vorliegt.
Ein bekanntes Beispiel ist Atropin, das in der Tiermedizin unter bestimmten Voraussetzungen als Augenmedikament eingesetzt wird und eine deutliche Pupillenerweiterung hervorrufen kann.
Darüber hinaus können weitere Wirkstoffe Auswirkungen auf das autonome Nervensystem und damit auf die Pupillen haben.
Falls deine Katze kürzlich Medikamente oder Augentropfen erhalten hat, solltest du deshalb die behandelnde Praxis über entsprechende Veränderungen informieren.
Setze verordnete Medikamente jedoch nicht eigenmächtig ab und verändere auch nicht selbstständig die Dosierung.
Eine weitere mögliche Ursache ist der Kontakt mit giftigen Substanzen.
Je nach aufgenommenem Stoff können neben auffälligen Pupillen beispielsweise Zittern, Erbrechen, vermehrter Speichelfluss, Bewegungsstörungen oder Krampfanfälle auftreten.
Dabei muss nicht zwangsläufig jedes dieser Symptome vorhanden sein.
Besteht der Verdacht, dass deine Katze Medikamente, Haushaltschemikalien oder andere möglicherweise giftige Stoffe aufgenommen hat, solltest du unverzüglich eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.
Versuche keinesfalls, eigenständig Erbrechen auszulösen oder vermeintliche Gegenmittel zu verabreichen.
Hilfreich ist es dagegen, die Verpackung beziehungsweise den Produktnamen bereitzuhalten und möglichst genau anzugeben, wann der Kontakt stattgefunden haben könnte.
Nach Narkose, Augentropfen und Parasitenmitteln
Viele Katzenhalter fragen sich nach einem Praxisbesuch, ob große Pupillen noch normal sind. Häufig trifft das zu, weil mehrere bei Untersuchungen und Eingriffen verwendete Medikamente die Pupillenweite direkt beeinflussen.
Nach einer Narkose, etwa im Rahmen einer Zahnsanierung oder Kastration, können die Pupillen noch einige Stunden weit bleiben. Dazu tragen unter anderem Narkosemittel wie Ketamin und Opioid-Schmerzmittel wie Buprenorphin bei. Bei Katzen ist die deutliche Erweiterung unter Opioiden typisch und je nach Präparat manchmal noch am folgenden Tag erkennbar.
Auch pupillenerweiternde Augentropfen für eine Augenuntersuchung wirken anschließend weiter. Tropicamid hält meist mehrere Stunden an, Atropin kann bei Katzen erheblich länger wirken und in einzelnen Fällen mehrere Tage sichtbar bleiben. Wurde nur ein Auge behandelt, können die Pupillen vorübergehend verschieden groß aussehen, ohne dass eine Erkrankung dahintersteckt.
Entscheidend ist die Entwicklung. Geht die Erweiterung im erwartbaren Zeitraum zurück und verhält sich deine Katze sonst unauffällig, besteht normalerweise kein Anlass zur Sorge. Bleiben die Pupillen mehrere Tage weit oder kommen Taumeln, Erbrechen, Unruhe oder Sehprobleme hinzu, ruf die behandelnde Praxis an und beschreibe den Verlauf.
Anders ist die Lage bei Parasitenmitteln. Spot-on-Präparate, Halsbänder oder Kautabletten können Nebenwirkungen auslösen, wenn eine Katze sie ableckt oder eine falsche Dosierung erhält. Besonders riskant sind für Hunde bestimmte Produkte mit Permethrin, das für Katzen giftig ist. Zittern, Speicheln, Krämpfe, Unruhe und auffällige Pupillen nach einem Kontakt sind ein Notfall.
Bei einzelnen Fluorchinolon-Antibiotika sind bei Katzen selten Netzhautschäden beschrieben, die mit plötzlichem Sehverlust und weiten Pupillen verbunden sein können. Tierärzte beziehen dieses Risiko in Auswahl und Dosierung ein. Bemerkst du während einer laufenden Behandlung eine neue Pupillenveränderung, informiere die Praxis und setze das Medikament nicht eigenmächtig ab.
- Nach Narkose oder Opioiden: Weite Pupillen sind für Stunden und manchmal bis zum folgenden Tag erwartbar
- Nach Augentropfen zur Untersuchung: Vorübergehend unterschiedlich große Pupillen sind möglich
- Nach Parasitenmitteln mit Zittern, Speicheln oder Krämpfen: Sofort Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren
- Unter laufender Medikation: Veränderungen melden und nichts selbstständig absetzen
Ältere Katzen: Irisatrophie, Blutdruck und Vorsorge
Bei älteren Katzen werden große Pupillen besonders oft bemerkt. Sowohl harmlose Alterungsprozesse als auch ernsthafte Erkrankungen kommen infrage, obwohl sie von außen sehr ähnlich wirken können.
Eine meist harmlose Veränderung ist die Irisatrophie. Mit zunehmendem Alter wird das Irisgewebe dünner, der Pupillenrand kann unregelmäßig, ausgefranst oder löchrig aussehen und die Pupille größer als früher erscheinen. Durch die schwächere Irismuskulatur verengt sie sich bei Helligkeit nur träge oder nicht vollständig. Betroffene Katzen reagieren häufig empfindlicher auf Licht, können aber weiterhin normal sehen.
Nur eine tierärztliche Untersuchung kann unterscheiden, ob wirklich eine Irisatrophie oder eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt. Gerade bei Senioren sollten Bluthochdruck, Nierenerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion und Netzhautschäden ausgeschlossen werden.
Regelmäßige Vorsorge ist deshalb sinnvoll. Die ISFM-Leitlinie zur felinen Hypertonie empfiehlt Blutdruckmessungen ab dem mittleren Alter und häufigere Kontrollen bei älteren Katzen. Ein jährlicher Gesundheitscheck mit Augenbeurteilung, Blutdruck und Blutwerten kann Veränderungen erkennen, bevor plötzlicher Sehverlust entsteht.
Große Pupillen bei einer Seniorkatze müssen also keine Panik auslösen, sollten aber nicht einfach als normale Alterserscheinung gelten. Ein geplanter Untersuchungstermin ist dann die passende Entscheidung.
Wichtig: Dauerhaft große Pupillen sind keine eigenständige Diagnose. Besonders bei plötzlich auftretenden Veränderungen, Sehproblemen oder neurologischen Symptomen muss die Ursache tierärztlich untersucht werden. Je früher bestimmte Erkrankungen erkannt werden, desto größer kann die Chance sein, Schmerzen zu begrenzen und die Sehfähigkeit zu erhalten.
Eine Pupille ist größer als die andere: Anisokorie
Wenn deine Katze unterschiedlich große Pupillen hat, wird dieser Zustand in der Tiermedizin als Anisokorie bezeichnet. Dabei erscheint eine Pupille deutlich weiter oder enger als die andere, obwohl beide Augen denselben Lichtverhältnissen ausgesetzt sind.
Eine solche Veränderung kann verschiedene Ursachen haben. Während manche Erkrankungen direkt das Auge betreffen, entstehen andere durch Störungen der Nervenbahnen, die für die Steuerung der Pupillen verantwortlich sind.
Auch Verletzungen oder bestimmte Medikamente können einen Größenunterschied hervorrufen.

Wichtig ist dabei, dass Anisokorie keine eigenständige Erkrankung darstellt. Vielmehr handelt es sich um ein sichtbares Anzeichen, dessen Ursache erst durch eine Untersuchung festgestellt werden kann.
Außerdem lässt sich nicht automatisch davon ausgehen, dass die größere Pupille die krankhaft veränderte ist. Schließlich kann auch eine ungewöhnlich stark verengte Pupille den Unterschied verursachen.
Warum plötzlich ungleiche Pupillen dringend abgeklärt werden müssen
Vielleicht fällt dir beim Blick auf deine Katze auf, dass ein Auge plötzlich eine große, beinahe runde Pupille zeigt, während die andere deutlich schmaler erscheint.
Selbst wenn sie sich ansonsten normal verhält, solltest du eine neu aufgetretene Anisokorie ernst nehmen.
Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Erkrankungen, die hinter dieser Veränderung stecken können.
Unter anderem kommen Augenverletzungen, ein erhöhter Augeninnendruck oder Störungen bestimmter Nervenverbindungen infrage. Darüber hinaus können Erkrankungen im Bereich des Gehirns oder des Hirnstamms die Pupillenreaktionen beeinflussen.
Welche Ursache tatsächlich vorliegt, lässt sich anhand des sichtbaren Größenunterschieds nicht zuverlässig bestimmen.
Besonders problematisch ist, dass einige Augenerkrankungen innerhalb kurzer Zeit zu erheblichen Schäden führen können.
Bei einem Glaukom beispielsweise kann ein stark erhöhter Augeninnendruck empfindliche Strukturen schädigen und gleichzeitig deutliche Schmerzen verursachen.
Andere Erkrankungen beeinträchtigen möglicherweise die Sehfähigkeit, obwohl zunächst kaum weitere äußerliche Veränderungen zu erkennen sind.
Deshalb solltest du bei plötzlich unterschiedlich großen Pupillen umgehend eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren und die Dringlichkeit abklären lassen.
Treten zusätzlich Schmerzen, Sehverlust, eine sichtbare Verletzung oder neurologische Auffälligkeiten auf, ist eine sofortige Untersuchung erforderlich.
Warte in solchen Situationen nicht darauf, dass sich die Pupillen von selbst wieder angleichen.
Rötung, Trübung, Schmerz und Sehverlust als Begleitzeichen
Neben dem Größenunterschied der Pupillen können weitere Veränderungen Hinweise darauf liefern, dass eine ernsthafte Erkrankung vorliegt.
Besonders wichtig sind Auffälligkeiten, die auf Schmerzen, Verletzungen oder eine eingeschränkte Sehfähigkeit hindeuten.
Achte auf folgende Warnzeichen:
- Rötung: Das Auge erscheint ungewöhnlich stark gerötet oder sichtbar gereizt
- Trübung: Die normalerweise klare Hornhaut wirkt milchig, bläulich oder undurchsichtig
- Schmerzreaktionen: Deine Katze kneift ein Auge zusammen, hält es geschlossen oder reibt wiederholt daran
- Sehprobleme: Gewohnte Bewegungen werden unsicher, Sprünge misslingen oder Gegenstände werden übersehen
- Verletzungen: Blutungen, Schwellungen oder sichtbare Schäden am Auge sind erkennbar
- Neurologische Auffälligkeiten: Gleichgewichtsverlust, Kreiseln, Krampfanfälle oder Bewusstseinsveränderungen treten zusätzlich auf
Allerdings bedeutet das Fehlen dieser Begleitzeichen nicht automatisch, dass eine plötzlich aufgetretene Anisokorie harmlos ist.
Manche Erkrankungen verursachen zunächst nur geringe äußerlich sichtbare Veränderungen. Außerdem können Katzen trotz gesundheitlicher Probleme weiterhin relativ unauffällig wirken.
Bis zur tierärztlichen Untersuchung solltest du deshalb darauf verzichten, selbst an den Augen zu manipulieren.
Versuche weder, die Augenlider gewaltsam zu öffnen, noch die Pupillenreaktion mit einer starken Taschenlampe oder einem Handyblitz zu überprüfen.
Ebenso ungeeignet sind vorhandene Augentropfen für Menschen oder übrig gebliebene Medikamente aus einer früheren Behandlung.
Falls es ohne Verzögerung möglich ist, kannst du die Augen deiner Katze bei gleichmäßiger Raumbeleuchtung fotografieren. Dadurch lässt sich eine mögliche Veränderung später besser nachvollziehen.
Entscheidend bleibt jedoch die fachgerechte Untersuchung.
Horner-Syndrom und ungewöhnlich geformte Pupillen
Bei verschieden großen Pupillen nehmen viele Halter zuerst an, das Auge mit der weiteren Pupille sei betroffen. Das Horner-Syndrom zeigt, dass es auch anders sein kann.
Hier ist eine Nervenbahn gestört, die das Auge mit dem sympathischen Nervensystem verbindet. Auf der betroffenen Seite wird die Pupille dadurch ungewöhnlich klein. Im Vergleich erscheint die gesunde Pupille auffallend groß, obwohl sie normal funktioniert. Häufig kommen ein herabhängendes oberes Augenlid, eine hervortretende Nickhaut und ein leicht eingesunken wirkender Augapfel hinzu.
Mögliche Auslöser sind Mittelohrentzündungen, Verletzungen an Hals oder Brust, Tumoren und Nervenschäden. Manchmal lässt sich keine Ursache finden. Weil die Gründe von harmlos bis ernst reichen, muss auch dieses Erscheinungsbild tierärztlich untersucht werden.
Beachte außerdem Pupillen, die nicht mehr rund oder schlitzförmig sind, sondern einem D oder einem spiegelverkehrten D ähneln. Solche Formveränderungen können auf gestörte Nerven der Iris zurückgehen und werden unter anderem mit Infektionen wie dem felinen Leukosevirus in Verbindung gebracht. Auch Verwachsungen nach einer Entzündung des Auges können die Pupillenform verändern.
Nicht nur die Größe liefert also Hinweise, sondern ebenso die Pupillenform und die Stellung von Lid und Nickhaut. Fotografiere beide Augen bei gleichmäßigem Raumlicht und zeige die Bilder in der Praxis.
Merke: Plötzlich unterschiedlich große Pupillen sind ein dringender Grund für eine tierärztliche Abklärung. Ob die Ursache direkt im Auge oder innerhalb des Nervensystems liegt, lässt sich zu Hause nicht sicher feststellen.
Hat eine Katze mit großen Pupillen Schmerzen?
Wenn deine Katze plötzlich große Pupillen hat, fragst du dich vielleicht, ob sie Schmerzen empfindet. Tatsächlich können schmerzhafte Zustände mit Veränderungen der Pupillengröße einhergehen, allerdings ist dieser Zusammenhang wesentlich komplexer, als häufig angenommen wird.
Schmerzen können das autonome Nervensystem aktivieren und dadurch verschiedene körperliche Reaktionen auslösen. Dazu gehört unter bestimmten Umständen auch eine Erweiterung der Pupillen.
Allerdings reagieren Katzen ebenso auf Aufregung, Angst, intensive Aufmerksamkeit oder veränderte Lichtverhältnisse mit größeren Pupillen.
Deshalb wäre es falsch, allein aus diesem Merkmal auf Schmerzen zu schließen.
Warum Pupillengröße allein kein Schmerzbeweis ist
Eine Katze mit großen Pupillen muss nicht zwangsläufig Schmerzen haben. Gleichzeitig bedeutet eine normale Pupillengröße keineswegs, dass sie schmerzfrei ist.
Gerade bei Katzen kann die Schmerzerkennung schwierig sein, weil sich Beschwerden häufig durch vergleichsweise subtile Veränderungen ausdrücken.
Manche Tiere ziehen sich zurück, während andere weiterhin am gewohnten Alltag teilnehmen, obwohl sie bereits unter körperlichen Einschränkungen leiden.
Hinzu kommt, dass Schmerzen nicht immer dieselben Reaktionen hervorrufen.
Akute Beschwerden können beispielsweise mit erhöhter Anspannung und einer deutlichen Veränderung des Gesichtsausdrucks einhergehen. Chronische Schmerzen fallen dagegen möglicherweise eher durch eine geringere Bewegungsbereitschaft oder veränderte Alltagsgewohnheiten auf.
Um Schmerzen möglichst zuverlässig zu erkennen, werden in der Tiermedizin deshalb mehrere Merkmale gemeinsam beurteilt.
Ein wissenschaftlich untersuchtes Instrument ist die sogenannte Feline Grimace Scale.
Dabei handelt es sich um eine Skala zur Einschätzung akuter Schmerzen anhand bestimmter Veränderungen im Gesicht einer Katze.
Die zugrunde liegende wissenschaftliche Untersuchung zur Feline Grimace Scale beschreibt fünf Gesichtskriterien, die bei der Schmerzbeurteilung berücksichtigt werden.
Die Pupillengröße gehört nicht zu diesen fünf Bewertungskriterien.
Das verdeutlicht, weshalb ein einzelnes sichtbares Merkmal keine ausreichende Grundlage für eine zuverlässige Schmerzeinschätzung darstellt.
Zeigt deine Katze neben ungewöhnlich großen Pupillen plötzlich ein verändertes Verhalten, verweigert Futter oder reagiert empfindlich auf Berührungen, sollte die Ursache tierärztlich abgeklärt werden.
Welche weiteren Schmerzzeichen aussagekräftiger sind
Um mögliche Schmerzen besser zu erkennen, lohnt sich zunächst ein genauer Blick auf den Gesichtsausdruck deiner Katze.
Die Feline Grimace Scale berücksichtigt dafür fünf Merkmale:
- Ohrenposition: Die Ohren stehen möglicherweise weiter auseinander oder sind stärker nach außen gedreht
- Augenöffnung: Zusammengekniffene oder teilweise geschlossene Augen können auf Beschwerden hindeuten
- Schnauzenform: Eine erhöhte Spannung verändert unter Umständen die normalerweise entspannte Form der Schnauze
- Schnurrhaare: Ihre Position und Ausrichtung können sich bei Schmerzen verändern
- Kopfhaltung: Der Kopf wird möglicherweise tiefer getragen als gewöhnlich
Allerdings sollten auch diese Merkmale nicht isoliert betrachtet werden. Erst ihre gemeinsame Bewertung unter geeigneten Bedingungen ermöglicht eine sinnvollere Einschätzung.
Darüber hinaus liefert das alltägliche Verhalten wichtige Informationen.
Vielleicht springt deine Katze plötzlich seltener auf ihre bevorzugten Liegeflächen oder benötigt mehr Zeit, um aufzustehen. Ebenso können Veränderungen bei der Fellpflege, beim Fressen oder bei der Nutzung des Katzenklos auf körperliche Beschwerden hinweisen.
Andere Tiere reagieren empfindlicher auf Berührungen, schlafen ungewöhnlich viel oder vermeiden bestimmte Bewegungen.
Besonders aufschlussreich ist deshalb der Vergleich mit dem individuellen Normalverhalten deiner Katze.
Eine Veränderung, die bei einem Tier kaum auffällt, kann bei einem anderen bereits deutlich von seinen gewohnten Verhaltensweisen abweichen.
Auch die ISFM-Schmerzleitlinie betont die Bedeutung einer strukturierten Schmerzbeurteilung, bei der unter anderem Verhalten, Körperhaltung und geeignete Bewertungsskalen berücksichtigt werden.
Wenn du dich ausführlicher mit diesem Thema beschäftigen möchtest, findest du weitere Informationen in meinem Artikel über Schmerzen bei Katzen.
Wichtig: Große Pupillen können zusammen mit Schmerzen auftreten, sind jedoch kein zuverlässiger Schmerzbeweis. Entscheidend sind zusätzliche körperliche Veränderungen, das individuelle Verhalten und bei entsprechendem Verdacht eine tierärztliche Untersuchung.
Wann große Pupillen bei Katzen ein Notfall sind
Ob große Pupillen bei deiner Katze einen medizinischen Notfall darstellen, hängt nicht allein von ihrer Größe ab. Entscheidend ist vielmehr, ob die Veränderung plötzlich auftritt, beide Augen gleichermaßen betroffen sind und welche zusätzlichen Symptome beobachtet werden.
Während eine kurzfristige Erweiterung bei Dunkelheit oder während des Spielens häufig normal ist, können bestimmte Veränderungen auf ernsthafte Augen- oder Nervenerkrankungen hinweisen.
Besonders bei plötzlich auftretenden Sehproblemen ist schnelles Handeln wichtig. Schließlich können manche Erkrankungen innerhalb kurzer Zeit bleibende Schäden verursachen.
Die folgende Übersicht hilft dir, die Dringlichkeit besser einzuschätzen.
| Beobachtung | Dringlichkeit | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Plötzlich unterschiedlich große Pupillen | Dringend | Sofort Praxis oder Tierklinik kontaktieren |
| Weite, starre Pupille mit Rötung, Trübung oder Schmerzen | Notfall | Unverzüglich untersuchen lassen |
| Plötzlicher Sehverlust oder stark eingeschränkte Orientierung | Notfall | Direkt tierärztliche Hilfe suchen |
| Große Pupillen mit Krampfanfällen, Kollaps oder Bewusstseinsveränderungen | Notfall | Sofort in die Tierklinik |
| Auffällige Pupillen nach Kopfverletzung oder möglicher Vergiftung | Notfall | Unverzüglich tierärztlich abklären |
| Wiederholt große Pupillen bei normaler Beleuchtung ohne weitere Auffälligkeiten | Zeitnah abklären | Untersuchungstermin vereinbaren |
| Gleichmäßig große Pupillen bei Dunkelheit oder kurzer Erregung | Eher situationsbedingt | Bei normalem Gesamtverhalten beobachten |
Diese Einordnung dient als Orientierung und ersetzt keine individuelle Untersuchung.
Heute sofort in Praxis oder Tierklinik
Ein besonders wichtiges Warnzeichen sind plötzlich unterschiedlich große Pupillen.
Selbst wenn deine Katze ansonsten unauffällig wirkt, sollte eine neu aufgetretene Anisokorie umgehend tierärztlich beurteilt werden.
Noch dringlicher ist die Situation, wenn zusätzliche Veränderungen am Auge sichtbar werden.
Dazu gehören beispielsweise eine starke Rötung, eine milchige Trübung, Blutungen oder ein auffälliges Zusammenkneifen der Augenlider.
Solche Symptome können unter anderem bei schmerzhaften Augenerkrankungen auftreten, die eine schnelle Behandlung erfordern.
Auch plötzliche Sehprobleme sind ernst zu nehmen.
Vielleicht läuft deine Katze unerwartet gegen Möbel, verfehlt gewohnte Sprünge oder findet sich in ihrer vertrauten Umgebung nicht mehr zurecht.
Besonders bei älteren Katzen sollte dabei unter anderem an mögliche Netzhautschäden infolge eines erhöhten Blutdrucks gedacht werden.
Darüber hinaus können neurologische Auffälligkeiten auf eine Erkrankung außerhalb des Auges hinweisen.
Verliert deine Katze plötzlich das Gleichgewicht, zeigt Krampfanfälle, bricht zusammen oder reagiert nicht mehr wie gewohnt auf ihre Umgebung, ist eine sofortige tierärztliche Notfallversorgung notwendig.
Dasselbe gilt nach einer Kopfverletzung oder bei Verdacht auf die Aufnahme giftiger Substanzen.
Wichtiger Sicherheitshinweis: Bei plötzlich unterschiedlich großen Pupillen, akutem Sehverlust oder neurologischen Auffälligkeiten solltest du nicht weiter abwarten, sondern unverzüglich eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.
Blasse Schleimhäute, Atemnot und Kreislaufschwäche
Große Pupillen können zu einem Schockzustand gehören. Bei einem Kreislaufschock ist der Körper maximal aktiviert, die Pupillen erweitern sich und weitere Alarmzeichen treten gleichzeitig auf.
Achte auf blasses, weißliches oder bläuliches Zahnfleisch, kalte Pfoten und Ohren, eine schnelle flache Atmung oder Atmen mit offenem Maul, starke Schwäche und eine flach liegende Katze, die kaum reagiert. Mögliche Ursachen sind innere Blutungen nach einem Unfall, Herzerkrankungen, schwere Vergiftungen oder ein erheblicher Flüssigkeitsverlust.
Dann ist sofortiges Handeln nötig. Halte deine Katze warm und ruhig, vermeide Druck oder Hochheben am Bauch und fahre direkt zur nächsten erreichbaren Tierklinik oder Notfallpraxis. Kündige dich telefonisch an, damit sich das Team vorbereiten kann.
Eine kurzfristige Pupillenerweiterung durch Übelkeit ist davon zu unterscheiden. Unwohlsein, Brechreiz oder Reiseübelkeit können die Pupillen vorübergehend weiten. Einmaliges Erbrechen ist meist unbedenklich, wenn die Katze danach wieder normal wirkt. Wiederholtes Erbrechen, Speicheln, Zittern oder Teilnahmslosigkeit mit großen Pupillen sprechen hingegen für ein ernstes Problem und müssen besonders bei Vergiftungsverdacht abgeklärt werden.
Zeitnaher Termin oder ruhige Beobachtung
Nicht jede auffällige Pupillengröße erfordert unmittelbar einen Besuch in der Tierklinik.
Wenn beide Pupillen ausschließlich bei schwacher Beleuchtung oder während einer kurzen Phase hoher Erregung größer werden, kann es sich um eine normale körperliche Reaktion handeln.
Voraussetzung ist allerdings, dass sich die Pupillen anschließend wieder anpassen und deine Katze keine weiteren Auffälligkeiten zeigt.
Anders sieht es aus, wenn die Pupillen wiederholt oder dauerhaft ungewöhnlich weit bleiben, obwohl die Lichtverhältnisse dafür keine erkennbare Erklärung liefern.
Auch ohne zusätzliche Warnzeichen ist dann eine zeitnahe tierärztliche Untersuchung sinnvoll.
Dabei solltest du nicht versuchen, anhand einer selbst festgelegten Beobachtungsdauer zu entscheiden, ob eine Veränderung harmlos ist.
Schließlich entwickeln sich Erkrankungen unterschiedlich schnell und nicht jede Katze zeigt sofort deutliche Beschwerden.
Besonders aufmerksam solltest du deshalb werden, wenn sich das Verhalten deiner Katze zusätzlich verändert oder die Auffälligkeiten zunehmen.
Merke: Eine kurzfristige, gleichmäßige Pupillenerweiterung kann normal sein. Plötzlich auftretende Unterschiede zwischen beiden Augen, Sehprobleme und neurologische Symptome erfordern dagegen eine schnelle tierärztliche Abklärung.
Was du bis zur tierärztlichen Untersuchung tun kannst
Wenn deine Katze auffällig große Pupillen zeigt und eine tierärztliche Untersuchung notwendig ist, kannst du bereits im Vorfeld einige sinnvolle Maßnahmen ergreifen.
Dabei geht es nicht darum, die Ursache selbst herauszufinden oder mögliche Erkrankungen eigenständig zu behandeln. Vielmehr solltest du dafür sorgen, dass sich deine Katze möglichst sicher bewegen kann und wichtige Informationen für die Untersuchung verfügbar sind.
Besonders bei einer möglichen Einschränkung der Sehfähigkeit spielt die Gestaltung der unmittelbaren Umgebung eine wichtige Rolle.
Verlauf dokumentieren und die Umgebung sichern
Zunächst ist es sinnvoll, deiner Katze eine ruhige und überschaubare Umgebung zu ermöglichen.
Falls sie Schwierigkeiten beim Sehen zeigt, solltest du darauf achten, dass sie sich nicht durch unkontrollierte Bewegungen oder ungewohnte Hindernisse verletzt.
Besonders wichtig sind dabei folgende Maßnahmen:
- Fenster und Balkon sichern: Eine möglicherweise eingeschränkte Orientierung kann das Unfallrisiko erhöhen
- Freigang vorübergehend vermeiden: Bis zur Untersuchung sollte deine Katze in einer sicheren Umgebung bleiben
- Gewohnte Wege freihalten: Futterplatz, Wassernapf und Katzenklo sollten weiterhin gut erreichbar sein
- Möbel möglichst nicht umstellen: Vertraute räumliche Strukturen erleichtern die Orientierung
- Sturzgefahren reduzieren: Treppen und erhöhte Bereiche gegebenenfalls absichern, ohne die Katze unnötig einzuschränken
Zusätzlich solltest du auf eine möglichst stressarme Umgebung achten.
Laute Geräusche, hektische Bewegungen oder wiederholtes Hochheben können die Situation unnötig erschweren. Stattdessen ist es sinnvoll, deiner Katze ausreichend Ruhe zu ermöglichen und ihre Reaktionen aufmerksam zu beobachten.
Falls du bereits einen Tierarzttermin vereinbart hast, kannst du wichtige Informationen für das Gespräch zusammentragen.
Besonders hilfreich sind Angaben dazu, wann dir die veränderten Pupillen erstmals aufgefallen sind und ob sich ihre Größe im weiteren Verlauf verändert hat.
Auch mögliche Zusammenhänge mit bestimmten Ereignissen sollten berücksichtigt werden.
Vielleicht hat deine Katze kürzlich neue Medikamente erhalten, war in einen Unfall verwickelt oder hatte Zugang zu einer unbekannten Substanz.
Solche Informationen können bei der späteren Untersuchung relevant sein.
Darüber hinaus solltest du bekannte Vorerkrankungen erwähnen. Gerade bei älteren Katzen sind beispielsweise chronische Nierenerkrankungen, Schilddrüsenprobleme oder bereits festgestellter Bluthochdruck wichtige Angaben.
Ein Foto oder kurzes Video kann ebenfalls hilfreich sein, sofern du die Aufnahme ohne Blitz und bei gleichmäßiger Raumbeleuchtung erstellen kannst.
Dabei solltest du möglichst beide Augen gleichzeitig erfassen, damit ein möglicher Größenunterschied erkennbar bleibt.
Allerdings darf die Dokumentation bei akuten Warnzeichen keinesfalls die Kontaktaufnahme mit der Tierarztpraxis verzögern.
Bereite außerdem rechtzeitig die Transportbox vor. Eine vertraute Unterlage und ein ruhiger Umgang können dazu beitragen, den Transport angenehmer zu gestalten.
Was du am Auge nicht selbst testen oder behandeln solltest
Auch wenn du möglichst schnell herausfinden möchtest, weshalb deine Katze große Pupillen hat, solltest du auf eigenständige Untersuchungsversuche verzichten.
Insbesondere das direkte Anleuchten der Augen mit einer starken Taschenlampe oder dem Handyblitz ist keine geeignete Methode, um die Pupillenreaktion zuverlässig zu beurteilen.
Zwar wird die Reaktion auf Licht auch bei tierärztlichen Augenuntersuchungen überprüft, allerdings erfolgt dies unter kontrollierten Bedingungen und mit entsprechender fachlicher Erfahrung.
Eine vermeintlich normale Reaktion bei einem Selbsttest würde außerdem nicht ausschließen, dass eine Erkrankung vorliegt.
Ebenso solltest du vermeiden, das Auge zu berühren, Druck darauf auszuüben oder die Augenlider gewaltsam zu öffnen.
Gerade bei Verletzungen oder einem erhöhten Augeninnendruck können solche Manipulationen zusätzliche Beschwerden verursachen.
Verzichte außerdem auf folgende Maßnahmen:
- Human-Augentropfen: Sie sind nicht automatisch für Katzen geeignet und können je nach Wirkstoff problematisch sein
- Übrig gebliebene Tiermedikamente: Eine frühere Verordnung bedeutet nicht, dass das Präparat für die aktuelle Veränderung geeignet ist
- Hausmittel: Eigenständige Spülungen oder andere Anwendungen können die Untersuchung erschweren oder das Auge zusätzlich reizen
- Direkte Lichtreize: Starke Taschenlampen, Handyblitze und Laser sind keine sinnvollen Hilfsmittel zur Selbstdiagnose
Falls deine Katze bereits tierärztlich verordnete Augenmedikamente erhält, solltest du Veränderungen mit der behandelnden Praxis besprechen, anstatt die Anwendung eigenmächtig zu verändern.
Besonders wichtig ist außerdem, bei einer möglichen Vergiftung keine eigenen Behandlungsversuche zu unternehmen.
Weder das Auslösen von Erbrechen noch die Verabreichung vermeintlicher Gegenmittel sollte ohne ausdrückliche tierärztliche Anweisung erfolgen.
Entscheidend ist: Du kannst die Sicherheit deiner Katze verbessern, wichtige Beobachtungen festhalten und die Untersuchung vorbereiten. Die medizinische Ursache auffälliger Pupillen muss jedoch fachgerecht abgeklärt werden.
So wird die Ursache tierärztlich untersucht
Wenn deine Katze dauerhaft große oder plötzlich unterschiedlich große Pupillen hat, richtet sich die tierärztliche Untersuchung nach den beobachteten Veränderungen und möglichen Begleitsymptomen.
Dabei geht es zunächst darum, festzustellen, ob die Ursache direkt im Auge liegt oder andere Bereiche des Körpers beteiligt sein könnten.
Neben einer allgemeinen Untersuchung werden deshalb unter anderem die Augenstrukturen, die Sehfähigkeit und bestimmte Nervenfunktionen beurteilt.
Welche weiteren diagnostischen Maßnahmen notwendig sind, hängt vom jeweiligen Befund ab. Nicht jede Katze benötigt sämtliche Untersuchungen.

Augenuntersuchung, Lichtreflex und Augeninnendruck
Zu Beginn betrachtet der Tierarzt beide Augen und vergleicht ihre Pupillengröße unter geeigneten Lichtbedingungen.
Dabei wird unter anderem geprüft, ob sich die Pupillen gleichmäßig verändern und ob sichtbare Auffälligkeiten an den Augen bestehen.
Eine wichtige Untersuchung ist der sogenannte Pupillenlichtreflex.
Hierbei wird kontrolliert, wie die Pupillen auf einen gezielten Lichtreiz reagieren. Normalerweise verengt sich nicht nur die direkt beleuchtete Pupille, sondern auch die Pupille des anderen Auges.
Die Reaktion des beleuchteten Auges wird als direkter Pupillenlichtreflex bezeichnet. Die gleichzeitige Verengung auf der gegenüberliegenden Seite nennt man konsensuellen Pupillenlichtreflex.
Diese Untersuchung liefert wichtige Hinweise auf die Funktion bestimmter Nervenbahnen.
Allerdings bedeutet eine vorhandene Lichtreaktion nicht automatisch, dass die Katze uneingeschränkt sehen kann. Pupillenreflexe und bewusste visuelle Wahrnehmung beruhen teilweise auf unterschiedlichen neurologischen Verarbeitungswegen.
Deshalb werden bei Bedarf zusätzliche Sehreaktionen beurteilt.
Anschließend können die verschiedenen Strukturen des Auges genauer untersucht werden.
Dazu gehören beispielsweise:
- Hornhaut: Kontrolle auf Verletzungen, Trübungen oder andere Veränderungen der Augenoberfläche
- Vordere Augenkammer: Beurteilung möglicher Entzündungszeichen oder auffälliger Flüssigkeitsverhältnisse
- Iris und Linse: Untersuchung der Pupillenregion und möglicher struktureller Veränderungen
- Augenhintergrund: Betrachtung von Netzhaut, Blutgefäßen und Sehnervenkopf
- Augeninnendruck: Messung bei Verdacht auf ein Glaukom oder andere Erkrankungen, die den Druck beeinflussen
Für die Augeninnendruckmessung wird ein spezielles Gerät verwendet. Dieses Verfahren bezeichnet man als Tonometrie.
Bei Verdacht auf eine Verletzung der Hornhaut kann außerdem ein Fluoreszein-Test durchgeführt werden. Dabei macht ein spezieller Farbstoff bestimmte Schäden an der Hornhautoberfläche sichtbar.
Je nach Befund kommen weitere Untersuchungen infrage, beispielsweise eine Messung der Tränenproduktion.
Besteht der Verdacht auf eine komplexere Augenerkrankung, kann auch eine Überweisung an eine tierärztliche Fachpraxis für Augenheilkunde sinnvoll sein.
Blutdruck, Blutwerte und neurologische Abklärung
Nicht jede Ursache für auffällige Pupillen lässt sich durch eine reine Augenuntersuchung feststellen.
Besonders bei älteren Katzen oder plötzlich auftretenden Sehproblemen kann deshalb eine Blutdruckmessung erforderlich sein.
Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck kann die empfindlichen Blutgefäße der Netzhaut schädigen und dadurch erhebliche Einschränkungen der Sehfähigkeit verursachen.
Für eine möglichst aussagekräftige Messung sollte die Katze Gelegenheit haben, sich an die Untersuchungssituation zu gewöhnen. Schließlich können Aufregung und Stress den gemessenen Blutdruck vorübergehend beeinflussen.
Die Ergebnisse werden deshalb unter Berücksichtigung der Messbedingungen und des gesamten klinischen Befundes beurteilt.

Falls der Verdacht auf eine zugrunde liegende Erkrankung besteht, können ergänzend Blut- und Urinuntersuchungen durchgeführt werden.
Dabei lassen sich beispielsweise Hinweise auf eine eingeschränkte Nierenfunktion oder eine Schilddrüsenüberfunktion feststellen.
Auch weitere Untersuchungen können notwendig werden, wenn die bisherigen Ergebnisse keine ausreichende Erklärung liefern.
Zeigt deine Katze zusätzlich Gleichgewichtsstörungen, auffällige Bewegungen oder Veränderungen des Bewusstseins, rückt dagegen das Nervensystem stärker in den Mittelpunkt.
Bei einer neurologischen Untersuchung werden unter anderem bestimmte Reflexe, die Körperkoordination und die Funktion verschiedener Hirnnerven beurteilt.
Dadurch kann der Tierarzt Hinweise darauf gewinnen, welcher Bereich des Nervensystems möglicherweise betroffen ist.
Abhängig vom Untersuchungsergebnis können anschließend weiterführende diagnostische Maßnahmen sinnvoll sein.
Welche Verfahren tatsächlich eingesetzt werden, entscheidet sich jedoch anhand der konkreten Auffälligkeiten und nicht allein aufgrund der Pupillengröße.
Wichtig: Die tierärztliche Diagnostik soll nicht nur erklären, weshalb die Pupillen deiner Katze ungewöhnlich groß erscheinen. Vor allem geht es darum, mögliche Schmerzen, Einschränkungen der Sehfähigkeit und ernsthafte Grunderkrankungen frühzeitig zu erkennen.
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Deshalb habe ich mich an Christoph gewandt. Vom ersten Gespräch an hatte ich das Gefühl, dass er wirklich versteht, was bei uns los ist und uns ernst nimmt. Mit seiner Hilfe und den Methoden im Training hat sich schon nach wenigen Wochen alles verändert.
Häufige Fragen zu großen Pupillen bei Katzen (FAQ)
Warum hat meine Katze plötzlich große Pupillen?
Plötzlich große Pupillen können durch veränderte Lichtverhältnisse, intensive Aufmerksamkeit, Spiel oder einen unerwarteten Schreck entstehen. Dabei erweitern sich normalerweise beide Pupillen gleichzeitig.
Allerdings kommen auch gesundheitliche Ursachen infrage. Bleiben die Pupillen bei normaler Raumhelligkeit ungewöhnlich weit oder treten zusätzlich Sehprobleme, Augenveränderungen oder neurologische Auffälligkeiten auf, ist eine tierärztliche Untersuchung notwendig.
Sind große Pupillen bei Katzen normal?
Ja, große Pupillen gehören grundsätzlich zu den normalen körperlichen Reaktionen einer Katze. Besonders bei Dunkelheit oder während einer Phase hoher Erregung können sie sich deutlich erweitern.
Entscheidend ist jedoch, ob beide Pupillen ungefähr gleich groß bleiben und sich anschließend wieder anpassen. Neu auftretende, anhaltende oder einseitige Veränderungen sollten dagegen nicht automatisch als harmlos betrachtet werden.
Was bedeuten dauerhaft große Pupillen bei einer Katze?
Wenn die Pupillen deiner Katze auch bei gewöhnlicher Raumbeleuchtung ungewöhnlich weit bleiben, können verschiedene Erkrankungen dahinterstecken.
Mögliche Ursachen sind Veränderungen der Netzhaut, ein erhöhter Augeninnendruck, Bluthochdruck oder neurologische Störungen. Darüber hinaus können bestimmte Medikamente und giftige Substanzen die Pupillengröße beeinflussen.
Da sich diese Ursachen äußerlich nicht zuverlässig unterscheiden lassen, sollte eine anhaltende Veränderung tierärztlich abgeklärt werden.
Was bedeutet es, wenn eine Pupille größer ist?
Unterschiedlich große Pupillen werden als Anisokorie bezeichnet. Dabei kann entweder eine Pupille ungewöhnlich weit oder die andere auffällig eng sein.
Als Ursachen kommen unter anderem Augenverletzungen, Erkrankungen des Auges und Störungen bestimmter Nervenbahnen infrage.
Tritt der Größenunterschied plötzlich auf, solltest du umgehend eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren. Besonders dringend ist die Untersuchung, wenn gleichzeitig Schmerzen, Rötungen, Trübungen, Sehprobleme oder neurologische Auffälligkeiten bestehen.
Haben Katzen bei Schmerzen große Pupillen?
Schmerzen können das autonome Nervensystem beeinflussen und dadurch unter bestimmten Umständen zu einer Pupillenerweiterung beitragen. Allerdings sind große Pupillen allein kein zuverlässiger Hinweis auf Schmerzen.
Für eine bessere Einschätzung sollten weitere Veränderungen berücksichtigt werden. Dazu gehören beispielsweise zusammengekniffene Augen, eine angespannte Gesichtsmuskulatur, eine veränderte Körperhaltung oder eine geringere Bewegungsbereitschaft.
Auch Rückzug, Berührungsempfindlichkeit und Veränderungen beim Fressen können wichtige Hinweise liefern.
Warum hat meine Katze beim Spielen große Pupillen?
Während des Spielens steigt häufig die körperliche Erregung deiner Katze. Besonders bei intensiver Aufmerksamkeit und Jagdfokus kann das autonome Nervensystem eine Erweiterung der Pupillen auslösen.
Solange sich deine Katze sicher und koordiniert bewegt, beide Pupillen ähnlich reagieren und sich anschließend wieder normalisieren, passt diese Veränderung eher zu einer situationsbedingten Reaktion.
Allerdings lässt sich allein anhand der Pupillengröße nicht feststellen, ob deine Katze Freude, Anspannung oder eine andere Emotion empfindet.
Können Medikamente große Pupillen verursachen?
Ja, bestimmte Medikamente können die Pupillengröße beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise spezielle Augenpräparate mit Wirkstoffen wie Atropin, die eine Erweiterung der Pupillen hervorrufen können.
Auch andere Medikamente können über ihre Wirkung auf das Nervensystem entsprechende Veränderungen auslösen.
Falls dir nach einer Behandlung ungewöhnlich große Pupillen auffallen, solltest du die verordnende Tierarztpraxis darüber informieren. Medikamente dürfen jedoch nicht ohne tierärztliche Rücksprache abgesetzt oder anders dosiert werden.
Können große Pupillen auf Bluthochdruck hindeuten?
Ja, Bluthochdruck kann bei Katzen die Blutgefäße der Netzhaut schädigen und dadurch Sehprobleme verursachen. In schweren Fällen sind sogar Netzhautblutungen oder eine Netzhautablösung möglich.
Betroffene Katzen fallen möglicherweise durch große Pupillen, unsichere Bewegungen oder plötzlich auftretende Orientierungsschwierigkeiten auf.
Besonders bei älteren Katzen sowie bei bekannten Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen sollte deshalb auch der Blutdruck berücksichtigt werden.
Eine zuverlässige Diagnose ist allerdings nur durch eine fachgerechte tierärztliche Untersuchung möglich.
Soll ich die Pupillen meiner Katze mit einer Taschenlampe testen?
Nein, eine eigenständige Untersuchung mit einer starken Taschenlampe, einem Handyblitz oder einem Laser ist nicht sinnvoll.
Zwar gehört die Überprüfung der Pupillenlichtreaktion zur tierärztlichen Diagnostik, allerdings lässt sich das Ergebnis ohne entsprechende Fachkenntnisse nicht zuverlässig beurteilen.
Beobachte die Augen deiner Katze stattdessen bei normaler, gleichmäßiger Raumbeleuchtung und achte auf mögliche Unterschiede zwischen beiden Pupillen.
Falls eine Veränderung plötzlich auftritt, länger anhält oder mit weiteren Warnzeichen verbunden ist, solltest du tierärztlichen Rat einholen, anstatt eigene Lichttests durchzuführen.
Warum hat meine Katze trotz Licht große Pupillen?
Kurzzeitig können die Pupillen trotz heller Umgebung weit sein, wenn deine Katze stark erregt ist, etwa beim Spielen, nach einem Schreck oder beim Streicheln. Innerhalb weniger Minuten sollte sich diese Erweiterung wieder zurückbilden.
Bleiben die Pupillen bei Licht wiederholt oder dauerhaft groß, kommen Netzhautschäden, Bluthochdruck, erhöhter Augeninnendruck, Medikamente oder Störungen des Nervensystems infrage. Vereinbare dann zeitnah einen Untersuchungstermin, auch wenn deine Katze ansonsten unauffällig wirkt.
Wann weiten sich die Pupillen bei Katzen?
Bei wenig Licht, in der Dämmerung und in dunklen Räumen werden Katzenpupillen weiter. Dasselbe geschieht bei Aufmerksamkeit, Jagdfokus, Spiel, Schreck, Angst, Aufregung, nach Katzenminze, bei Überreizung während des Streichelns und gelegentlich bei Übelkeit.
Auch Schmerzen, bestimmte Medikamente, Narkosen sowie Erkrankungen der Augen oder des Nervensystems können die Pupillen erweitern. Wichtig ist, ob die Größe zur Situation passt und sich danach wieder verändert.
Wie sehen die Augen einer Katze aus, wenn sie Schmerzen hat?
Bei Schmerzen kneifen Katzen ihre Augen oft etwas zusammen oder halten sie halb geschlossen. Der Blick kann stumpf oder abwesend erscheinen, die Ohren stehen flacher und weiter auseinander, der Kopf wird häufig tiefer getragen und die Schnauze wirkt angespannt.
Die Pupillen können groß sein, müssen es jedoch nicht. Sitzt der Schmerz direkt am Auge, können Tränen, Lichtscheu, Rötung und wiederholtes Reiben dazukommen. Ebenso auffällig sind Rückzug, weniger Fellpflege und eine geringere Bereitschaft zu springen.
Woran erkenne ich, dass die Pupillen meiner Katze zu groß sind?
Bei normalem Tageslicht sind gesunde Katzenpupillen meist schlitzförmig oder schmal oval. Ungewöhnlich groß sind sie, wenn sie trotz Helligkeit fast rund bleiben, nur ein schmaler Rand der farbigen Iris sichtbar ist und auch der Wechsel in einen helleren Raum nichts verändert.
Vergleiche beide Augen und beobachte die Entwicklung im Tagesverlauf. Ein Foto bei gleichmäßigem Raumlicht kann später bei der Einordnung helfen.
Meine Katze hat ständig große Pupillen, ist das schlimm?
Ständig weite Pupillen gelten nicht als normal und sollten untersucht werden, selbst wenn deine Katze sonst unauffällig erscheint. Abhängig vom Alter können Netzhautveränderungen, Bluthochdruck, Irisatrophie, Medikamente oder neurologische Ursachen dahinterstecken.
Vereinbare einen Termin und halte fest, seit wann die Veränderung besteht, ob sie plötzlich begann und ob Medikamente oder ein Unfall vorausgingen. Bei zusätzlichen Sehproblemen oder einer einseitigen Veränderung solltest du sofort Kontakt aufnehmen.
Meine Katze hat nach der Narkose große Pupillen, ist das normal?
Ja, nach einer Narkose und bei opioidhaltigen Schmerzmitteln können Katzen für einige Stunden und teilweise bis zum nächsten Tag weite Pupillen haben. Auch pupillenerweiternde Augentropfen wirken noch Stunden oder Tage nach.
Bleiben die Pupillen darüber hinaus groß oder treten Taumeln, Erbrechen, starke Unruhe oder Sehprobleme auf, ruf die behandelnde Praxis an und schildere den Verlauf.
Meine Katze hat große Pupillen und erbricht, was tun?
Ein einzelnes Erbrechen mit kurzzeitig weiten Pupillen kann durch Übelkeit ausgelöst werden und ist meist unbedenklich, sofern deine Katze danach wieder normal wirkt.
Bei wiederholtem Erbrechen, Speicheln, Zittern, Teilnahmslosigkeit oder möglichem Zugang zu Pflanzen, Medikamenten, Reinigungsprodukten oder Parasitenmitteln besteht Vergiftungsverdacht. Kontaktiere sofort eine Tierarztpraxis oder Tierklinik und löse nicht selbst Erbrechen aus.
Warum hat mein Kitten so große Pupillen?
Im Verhältnis zum Kopf haben Kitten sehr große Augen. Zugleich sind sie neugierig und oft in Spiel- oder Erkundungsstimmung. Deshalb sieht man bei ihnen besonders häufig weite Pupillen, die normalerweise harmlos sind.
Lass dein Kitten untersuchen, wenn die Pupillen nach einem Sturz oder Zusammenstoß unterschiedlich groß sind, es gegen Gegenstände läuft, unsicher wirkt oder die Pupillen trotz Helligkeit anhaltend weit bleiben.
Was bedeutet es, wenn meine Katze schnurrt und große Pupillen hat?
Schnurren allein verrät wenig über das Befinden, weil Katzen ebenso bei Stress, Angst und Schmerzen schnurren. Mit einem weichen Körper, halb geschlossenen Augen und schmalen Pupillen ist deine Katze meist entspannt.
Kommen dagegen große Pupillen, angelegte Ohren, ein angespannter Körper oder ein schlagender Schwanz hinzu, passt das eher zu Anspannung oder Überreizung. Gib deiner Katze dann Abstand und beobachte, ob sie sich wieder beruhigt.
Fazit: Licht prüfen, beide Augen vergleichen, Warnzeichen ernst nehmen
Wenn deine Katze große Pupillen hat, steckt nicht zwangsläufig eine Erkrankung dahinter. Besonders bei Dunkelheit, während des Spielens oder in aufregenden Situationen können sich die Pupillen deutlich erweitern.
Allerdings solltest du ihre Größe niemals isoliert betrachten. Entscheidend ist vielmehr, ob beide Augen ähnlich reagieren, wie sich die Pupillen im weiteren Verlauf verändern und ob zusätzliche Auffälligkeiten auftreten.
Bleiben sie bei normaler Raumhelligkeit ungewöhnlich weit, ist eine tierärztliche Abklärung sinnvoll. Besondere Vorsicht gilt dagegen bei plötzlich unterschiedlich großen Pupillen, erkennbaren Sehproblemen oder Veränderungen des Nervensystems. In solchen Fällen solltest du unverzüglich eine Tierarztpraxis oder Tierklinik kontaktieren.
Auch die Körpersprache liefert wichtige Informationen. Große Pupillen können beispielsweise mit Aufmerksamkeit, Aufregung oder Angst zusammenhängen, lassen sich aber keiner bestimmten Emotion eindeutig zuordnen.
Deshalb lohnt es sich, deine Katze immer als Ganzes zu betrachten und ihr individuelles Verhalten zu berücksichtigen.
Das Wichtigste: Beobachte die Lichtverhältnisse, vergleiche beide Augen und achte auf Veränderungen im Verhalten. Deine Beobachtungen können bei einer tierärztlichen Untersuchung wertvoll sein, ersetzen jedoch keine medizinische Diagnose.
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Wer einen Katzentrainer sucht, der Fachwissen, Erfahrung, Empathie und eine beeindruckende Portion Geduld mitbringt, ist bei Christoph genau richtig.
Quellen & weiterführende Informationen
- Cornell: Augenprobleme – Sehprobleme, Netzhaut und frühe Abklärung.
- Cornell: Hypertonie – Bluthochdruck und Zielorganschäden.
- Cornell: Glaukom – Augeninnendruck und Sehverlust.
- MSD: Neurologische Untersuchung – Pupillenreflexe und Nervenbahnen.
- ISFM: Feline Hypertonie – Leitlinie zu Diagnose und Zielorganschäden.
- Feline Grimace Scale – validierte Gesichtskriterien für akuten Schmerz.
- ISFM: Schmerzleitlinie – strukturierte Schmerzbeurteilung bei Katzen.




