BKH Gesundheit, HCM und ruhige Einordnung

BKH Herzprobleme: Warnzeichen, HCM und was du jetzt tun solltest

Britisch Kurzhaar liegt entspannt zu Hause, während die Halterin ihre Atmung und ihr Verhalten ruhig beobachtet.

BKH Herzprobleme im Überblick

Wenn die eigene Britisch Kurzhaar plötzlich ruhiger wirkt, schneller atmet oder der Tierarzt ein Herzgeräusch erwähnt, geraten viele Halterinnen verständlicherweise in Sorge. Schließlich gehören Herzerkrankungen zu den Themen, die besonders viel Unsicherheit auslösen. Gleichzeitig zeigen Katzen Beschwerden oft erst dann deutlich, wenn eine Erkrankung bereits fortgeschritten ist.

Trotzdem bedeutet ein einzelnes Symptom oder ein Herzgeräusch nicht automatisch, dass deine BKH schwer herzkrank ist. Denn verschiedene Veränderungen können ähnliche Anzeichen verursachen und erst eine gründliche tierärztliche Untersuchung kann klären, was tatsächlich dahintersteckt.

Deshalb hilft dir dieser Artikel dabei, mögliche Warnzeichen richtig einzuordnen, die häufige Herzerkrankung HCM besser zu verstehen und zu erkennen, wann schnelles Handeln notwendig ist. Außerdem erfährst du, welche Untersuchungen wirklich sinnvoll sind, warum ein Gentest allein keine sichere Aussage erlaubt und wie du deine Katze bis zum Tierarzttermin sinnvoll beobachten kannst.

Wenn du die Rasse grundsätzlich einordnen möchtest, hilft dir das Portrait zur Britisch Kurzhaar. Bei auffälliger Atmung ist zusätzlich der Ratgeber Britisch Kurzhaar atmet schwer die passende Vertiefung.

BKH Herzprobleme: erst Warnzeichen prüfen

Nicht jede Auffälligkeit ist automatisch ein Notfall. Allerdings dürfen einige Symptome keine Zeit verlieren und sollten sofort tierärztlich abgeklärt werden.

Wann du sofort in den tierärztlichen Notdienst solltest

Folgende Anzeichen gelten als Notfall:

  • schnelle oder angestrengte Atmung in Ruhe
  • Atmung mit geöffnetem Maul
  • blasse oder bläulich verfärbte Schleimhäute
  • Zusammenbruch oder Kollaps
  • ausgeprägte Schwäche
  • plötzlich auftretende starke Schmerzen
  • plötzliche Lähmung der Hinterbeine
  • deutliche Unterkühlung der Hintergliedmaßen

Wenn eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, solltest du nicht erst beobachten, ob sich deine Katze wieder erholt. Vereinbare auch keinen Termin für den nächsten Tag, sondern suche umgehend eine Tierklinik oder einen tierärztlichen Notdienst auf.

Denn gerade eine plötzlich auftretende Hinterbeinlähmung kann im Zusammenhang mit einer schweren Herzerkrankung entstehen. Dabei kann sich ein Blutgerinnsel lösen und die Blutversorgung der Hintergliedmaßen unterbrechen. Diese Situation ist ein akuter Notfall und braucht sofortige medizinische Hilfe.

Auch Atemnot bei Katzen kann verschiedene Ursachen haben und sollte laut Cornell Feline Health Center tierärztlich eingeordnet werden.

Welche Anzeichen auch ohne Drama ernst zu nehmen sind

Viele Herzprobleme entwickeln sich deutlich schleichender. Deshalb fallen zunächst oft nur kleine Veränderungen im Alltag auf.

Vielleicht schläft deine BKH mehr als sonst. Eventuell spielt sie seltener, springt weniger auf ihre Lieblingsplätze oder wirkt schneller erschöpft. Manchmal frisst sie schlechter, zieht sich häufiger zurück oder wirkt einfach nicht mehr ganz wie sonst.

Dennoch beweist keine dieser Veränderungen eine Herzerkrankung. Trotzdem sollten sie ernst genommen werden, besonders wenn mehrere Auffälligkeiten gleichzeitig auftreten oder sich langsam verstärken.

Außerdem lohnt es sich, die Atmung deiner Katze regelmäßig in ruhigen Schlafphasen zu beobachten. Eine dauerhaft erhöhte Atemfrequenz kann ein wichtiger Hinweis sein und sollte tierärztlich abgeklärt werden.

Ruhe bewahren ist trotzdem wichtig. Viele dieser Symptome können ebenso durch Schmerzen, andere Erkrankungen oder altersbedingte Veränderungen entstehen. Genau deshalb braucht es eine sorgfältige Diagnostik statt vorschneller Vermutungen.

Was mit Herzproblemen bei der BKH gemeint sein kann

Der Begriff Herzprobleme umfasst verschiedene Erkrankungen und Veränderungen. Allerdings ist nicht jede davon angeboren, nicht jede verläuft gleich und nicht jede hat dieselbe Bedeutung für den Alltag deiner Katze.

HCM als wichtige Herzmuskelerkrankung

Wenn von Herzproblemen bei der Britisch Kurzhaar gesprochen wird, fällt besonders häufig die Abkürzung HCM.

HCM steht für hypertrophe Kardiomyopathie. Dabei handelt es sich um eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der sich die Herzwand verdickt. Dadurch kann sich das Herz schlechter mit Blut füllen und seine Aufgabe mit der Zeit weniger effizient erfüllen. Das Cornell Feline Health Center beschreibt Kardiomyopathien bei Katzen als wichtige Herzerkrankungen, bei denen HCM besonders häufig vorkommt.

Die Britisch Kurzhaar gehört zu den Katzenrassen, bei denen HCM häufiger beschrieben wird als bei vielen anderen Rassen. Zudem kann eine genetische Veranlagung eine Rolle spielen. Trotzdem bedeutet diese Prädisposition nicht, dass jede BKH zwangsläufig erkrankt.

Dennoch leben viele betroffene Katzen über längere Zeit völlig unauffällig. Andere entwickeln erst im späteren Verlauf Beschwerden. Genau deshalb sind regelmäßige tierärztliche Kontrollen bei Risikokatzen sinnvoll.

Herzgeräusch, Herzfehler und Herzkrankheit unterscheiden

Im Alltag werden diese Begriffe häufig durcheinandergebracht. Medizinisch bedeuten sie jedoch nicht dasselbe.

Ein Herzgeräusch beschreibt zunächst nur ein Geräusch, das der Tierarzt beim Abhören wahrnimmt. Es handelt sich also um einen Befund und noch nicht um eine Diagnose. Manche Herzgeräusche entstehen tatsächlich durch eine Herzerkrankung, andere können jedoch auch harmlose Ursachen haben oder zeitweise auftreten.

Von einem Herzfehler spricht man meist bei angeborenen Veränderungen des Herzens. Solche Fehlbildungen unterscheiden sich deutlich von einer später erworbenen Herzmuskelerkrankung wie HCM.

Der Begriff Herzkrankheit ist dagegen ein Sammelbegriff. Darunter fallen verschiedene Erkrankungen des Herzens mit ganz unterschiedlichen Ursachen, Verläufen und Behandlungsmöglichkeiten.

Erst weiterführende Untersuchungen können zeigen, welche Veränderung tatsächlich vorliegt und welche Bedeutung sie für deine Katze hat.

Warum Katzen lange unauffällig wirken können

Katzen sind Meister darin, gesundheitliche Probleme zu verbergen. Dieses Verhalten stammt aus ihrer natürlichen Lebensweise. Sichtbare Schwäche hätte in freier Wildbahn ein höheres Risiko bedeutet.

Deshalb gleichen viele Katzen Einschränkungen erstaunlich lange aus. Sie bewegen sich etwas weniger, schlafen häufiger oder verzichten unauffällig auf besonders anstrengende Aktivitäten. Solche Veränderungen fallen im Alltag leicht erst spät auf.

Hinzu kommt, dass Herzprobleme sich oft langsam entwickeln. Der Körper kann sich über einen gewissen Zeitraum anpassen, bevor deutliche Beschwerden entstehen.

Umso wichtiger ist es, kleine Veränderungen ernst zu nehmen, ohne sofort vom schlimmsten Fall auszugehen. Eine frühzeitige tierärztliche Abklärung schafft Klarheit und ermöglicht gegebenenfalls einen früheren Behandlungsbeginn.

HCM bei der Britisch Kurzhaar ruhig einordnen

Kaum ein Begriff sorgt bei Halterinnen einer Britisch Kurzhaar für so viel Verunsicherung wie HCM. Das ist verständlich, denn die Erkrankung kann ernst verlaufen. Gleichzeitig hilft es niemandem, jede BKH vorsorglich als herzkrank einzustufen. Entscheidend ist eine sachliche Einordnung.

Warum die BKH als prädisponierte Rasse gilt

Bei einigen Katzenrassen wurde ein erhöhtes Risiko für HCM beschrieben. Dazu zählt auch die Britisch Kurzhaar. Fachleute sprechen dabei von einer Prädisposition.

Dieser Begriff bedeutet jedoch lediglich, dass eine Erkrankung innerhalb einer Rasse häufiger vorkommen kann. Allerdings sagt er nichts darüber aus, ob eine einzelne Katze tatsächlich betroffen ist.

Ebenso entwickeln viele Britisch Kurzhaar ihr gesamtes Leben keine Herzmuskelerkrankung. Umgekehrt können auch Hauskatzen oder andere Rassen an HCM erkranken. Deshalb sollte weder unnötige Angst entstehen noch ein falsches Sicherheitsgefühl.

Deshalb lassen verantwortungsvolle Züchter ihre Zuchttiere regelmäßig kardiologisch untersuchen und dokumentieren die Ergebnisse nachvollziehbar. Trotzdem bleibt selbst eine sorgfältige Zucht keine Garantie dafür, dass eine Nachzucht niemals eine Herzerkrankung entwickelt.

Was HCM im Herzen verändert

Denn das Herz ist ein Muskel, der ununterbrochen Blut durch den gesamten Körper pumpt. Bei einer hypertrophen Kardiomyopathie verdickt sich dieser Muskel zunehmend.

Dadurch wird der Innenraum der Herzkammer kleiner und das Herz kann sich zwischen zwei Herzschlägen schlechter mit Blut füllen. Gleichzeitig verliert der Herzmuskel an Elastizität.

Allerdings gleicht der Körper diese Veränderungen anfangs oft erstaunlich gut aus. Mit fortschreitender Erkrankung kann das Herz seine Aufgabe jedoch immer schlechter erfüllen.

Je nach Ausprägung können sich Flüssigkeit in der Lunge, Herzrhythmusstörungen oder Blutgerinnsel entwickeln. Nicht jede Katze erlebt diesen Verlauf, dennoch erklärt er, warum eine frühe Diagnose so wertvoll sein kann.

Warum ein unauffälliges Verhalten keine sichere Entwarnung ist

Viele Halterinnen schließen eine Herzerkrankung aus, weil ihre Katze frisst, spielt und scheinbar ganz normal lebt.

Leider funktioniert das bei HCM nicht.

Denn zahlreiche Katzen zeigen über Monate oder sogar Jahre keinerlei erkennbare Beschwerden. Erst wenn die Leistungsreserve des Herzens nachlässt, fallen Veränderungen im Alltag auf.

Deshalb ersetzt ein unauffälliges Verhalten weder eine tierärztliche Untersuchung noch einen Herzultraschall, wenn aufgrund von Symptomen oder eines Herzgeräusches weiterer Abklärungsbedarf besteht.

Andererseits gilt genauso: Nicht jede ruhige oder ältere BKH leidet automatisch unter einer Herzerkrankung. Erst die Diagnostik liefert eine verlässliche Einordnung.

Symptome: Was Halterinnen beobachten können

Allerdings zeigen sich Herzprobleme bei Katzen häufig anders als viele Menschen erwarten. Husten gehört beispielsweise deutlich seltener zu den typischen Anzeichen als beim Hund.

Stattdessen verändern sich Atmung, Belastbarkeit oder das allgemeine Verhalten viel häufiger.

Atmung in Ruhe, Belastbarkeit und Rückzug

Eine ruhige Katze atmet gleichmäßig und ohne erkennbare Anstrengung. Fällt dir dagegen auf, dass deine BKH im Schlaf schneller atmet oder sich der Brustkorb ungewöhnlich stark bewegt, sollte das tierärztlich abgeklärt werden.

Zudem können folgende Veränderungen Hinweise liefern:

  • geringere Belastbarkeit
  • weniger Sprünge auf erhöhte Liegeplätze
  • häufigere Ruhephasen
  • schnelleres Ermüden beim Spielen
  • Rückzug aus gemeinsamen Aktivitäten
  • längere Erholungszeit nach Bewegung

Keine dieser Beobachtungen beweist eine Herzerkrankung. Trotzdem lohnt es sich, Veränderungen ernst zu nehmen, wenn sie neu auftreten oder sich langsam verstärken.

Appetit, Müdigkeit und plötzliche Schwäche

Manche Katzen fressen schlechter als gewohnt oder lassen einzelne Mahlzeiten stehen. Andere wirken ungewöhnlich ruhig, schlafen deutlich mehr oder zeigen kaum noch Interesse an ihrer Umgebung.

Wenn du den Alltag über Portionen, Fressverhalten und Gewicht genauer sortieren möchtest, passt der Ratgeber BKH Futter als ruhige Vertiefung.

Hinzu kommen gelegentlich:

  • Gewichtsverlust
  • allgemeine Mattigkeit
  • verminderte Aktivität
  • Unsicherheit beim Laufen
  • kurze Episoden ausgeprägter Schwäche

Allerdings können solche Symptome viele unterschiedliche Ursachen haben. Schmerzen, Stoffwechselerkrankungen oder andere internistische Probleme kommen ebenfalls infrage. Genau deshalb sollte die Ursache immer tierärztlich abgeklärt werden.

Hinterbeinlähmung, starke Schmerzen und Kollaps als Notfall

Allerdings gehören einige Komplikationen von Herzerkrankungen zu den schwersten Notfällen überhaupt.

Wenn Lähmungen der Hinterbeine plötzlich auftreten, starke Schmerzen dazukommen, deine Katze laut schreit, die Hinterpfoten kalt sind oder ein Zusammenbruch passiert, kann das darauf hinweisen, dass ein Blutgerinnsel die Blutversorgung unterbrochen hat.

Außerdem gilt Atemnot jederzeit als akuter Notfall.

Deshalb solltest du in einer solchen Situation nicht versuchen, deine Katze selbst zu behandeln oder zunächst abzuwarten. Stattdessen solltest du sie möglichst ruhig transportieren und sofort eine Tierklinik oder einen tierärztlichen Notdienst aufsuchen.

Auch wenn sich der Zustand scheinbar kurzfristig bessert, ersetzt das keine medizinische Untersuchung. Bei Herznotfällen zählt häufig jede Minute.

Herzgeräusche bei der BKH: was sie bedeuten können

Wenn der Tierarzt beim Abhören ein Herzgeräusch hört, erschrecken viele Halterinnen zunächst. Verständlicherweise entsteht schnell die Sorge, dass eine schwere Herzerkrankung vorliegt.

Allerdings ist die Situation nicht ganz so einfach.

Denn ein Herzgeräusch beschreibt zunächst lediglich ein auffälliges Strömungsgeräusch des Blutes im Bereich des Herzens. Allerdings kann die Ursache dafür unterschiedlich sein und lässt sich allein durch das Abhören nicht sicher bestimmen.

Warum ein Herzgeräusch ein Hinweis ist, keine Diagnose

Nicht jedes Herzgeräusch bedeutet automatisch HCM oder eine andere schwerwiegende Herzerkrankung.

Manche Katzen mit einer Herzerkrankung haben tatsächlich ein deutlich hörbares Herzgeräusch. Gleichzeitig zeigen andere trotz einer vorhandenen HCM überhaupt keines. Zusätzlich können Herzgeräusche auch durch andere Veränderungen entstehen.

Deshalb liefert das Abhören wichtige Hinweise, ersetzt aber keine weiterführende Diagnostik.

Versuche deshalb nicht, allein anhand eines Herzgeräusches Rückschlüsse auf den Schweregrad zu ziehen. Erst weitere Untersuchungen können klären, ob tatsächlich eine behandlungsbedürftige Herzerkrankung vorliegt.

Wann weitere Diagnostik sinnvoll ist

Je nach Untersuchungsergebnis, Alter deiner Katze und weiteren Auffälligkeiten kann der Tierarzt zusätzliche Untersuchungen empfehlen.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Herzultraschall
  • Blutdruckmessung
  • Blutuntersuchungen
  • NT-proBNP-Test
  • Röntgenaufnahmen des Brustkorbs
  • gegebenenfalls ein Elektrokardiogramm

Welche Untersuchungen sinnvoll sind, hängt immer von der individuellen Situation ab. Deshalb gibt es keinen festen Ablauf, der für jede BKH gleichermaßen gilt.

Vor allem dann, wenn zusätzlich Symptome wie schnelle Atmung, verminderte Belastbarkeit oder wiederkehrende Schwäche auftreten, sollte die Abklärung nicht unnötig hinausgezögert werden.

Was du im Tierarztgespräch fragen kannst

Allerdings ist ein Tierarzttermin oft mit vielen Informationen verbunden. Gleichzeitig fallen einem wichtige Fragen häufig erst zu Hause ein.

Deshalb hilft eine kleine Vorbereitung dabei, nichts Wesentliches zu vergessen.

Sinnvolle Fragen können beispielsweise sein:

  • Wodurch könnte das Herzgeräusch verursacht werden?
  • Ist ein Herzultraschall empfehlenswert?
  • Welche Untersuchungen sind jetzt sinnvoll?
  • Wie dringend sollte die weitere Abklärung erfolgen?
  • Muss meine Katze körperlich geschont werden?
  • Welche Veränderungen sollte ich zu Hause beobachten?
  • Wann sollte der nächste Kontrolltermin stattfinden?

Notiere dir die Antworten am besten direkt während des Gesprächs. Dadurch lassen sich spätere Empfehlungen leichter nachvollziehen.

Diagnostik: HCM-Test, Bluttest und Herzultraschall

Viele Halterinnen suchen nach einem einzelnen Test, der sofort eine eindeutige Antwort liefert.

Allerdings funktioniert die Diagnostik bei Herzerkrankungen nicht so einfach.

Vielmehr ergänzen sich verschiedene Untersuchungen, wobei jede einzelne unterschiedliche Informationen liefert.

Britisch Kurzhaar während einer Herzultraschalluntersuchung in einer Tierarztpraxis.
Der Herzultraschall kann helfen, HCM und andere Herzveränderungen genauer einzuordnen. Er ersetzt jedoch nicht das Gespräch über alle Befunde und die Vorgeschichte deiner Katze.

Warum Echokardiografie besonders aussagekräftig ist

Deshalb gilt der Herzultraschall, auch Echokardiografie genannt, als wichtigste Untersuchung, wenn der Verdacht auf HCM besteht.

Dabei kann eine speziell ausgebildete Tierärztin oder ein Tierarzt das Herz in Bewegung beurteilen. Unter anderem lassen sich folgende Punkte beurteilen:

  • Dicke des Herzmuskels
  • Größe der Herzkammern
  • Funktion der Herzklappen
  • Blutströmung im Herzen
  • Pumpleistung des Herzens

Dadurch ermöglicht gerade diese Untersuchung häufig, HCM zuverlässig einzuordnen und den weiteren Verlauf zu kontrollieren.

Deshalb wird sie oft empfohlen, wenn ein Herzgeräusch festgestellt wurde oder andere Befunde auf eine Herzerkrankung hindeuten.

NT-proBNP als Screening, nicht als endgültige Diagnose

Der NT-proBNP-Test misst einen Stoff, der bei einer Belastung des Herzmuskels vermehrt freigesetzt werden kann.

Allerdings kann ein auffälliger Wert den Verdacht auf eine Herzerkrankung unterstützen. Gleichzeitig beweist ein einzelnes Testergebnis weder das Vorliegen noch den Ausschluss einer HCM.

Deshalb eignet sich dieser Bluttest vor allem als ergänzende Untersuchung und nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.

Wenn der Wert unauffällig ausfällt, bedeutet das ebenfalls nicht automatisch, dass jede Herzerkrankung ausgeschlossen ist.

Blutdruck, Schilddrüse und andere Ursachen ausschließen

Allerdings entsteht nicht jede Verdickung des Herzmuskels ausschließlich durch HCM.

Denn erhöhter Blutdruck oder bestimmte hormonelle Erkrankungen, insbesondere eine Schilddrüsenüberfunktion, können das Herz ebenfalls belasten und ähnliche Veränderungen verursachen.

Deshalb gehört häufig eine weiterführende internistische Untersuchung zur vollständigen Abklärung dazu.

Erst wenn alle Befunde gemeinsam bewertet werden, lässt sich die wahrscheinlichste Ursache einordnen.

Gentests: hilfreich, aber nicht allein entscheidend

Dennoch taucht immer wieder die Frage auf, ob ein Gentest HCM sicher ausschließen kann.

Allerdings ist die Situation leider nicht so einfach.

Für einige Katzenrassen existieren genetische Tests auf bestimmte bekannte Veränderungen. Dennoch entwickelt sich HCM wesentlich komplexer und lässt sich nicht auf ein einzelnes Gen reduzieren.

Deshalb bedeutet ein unauffälliger Gentest nicht automatisch, dass eine Katze niemals an HCM erkranken kann.

Gleichzeitig ersetzt auch ein genetischer Risikobefund keinen Herzultraschall.

Deshalb bleibt gerade bei der Britisch Kurzhaar die regelmäßige kardiologische Untersuchung die wichtigste Methode, um Veränderungen frühzeitig zu erkennen und ihren Verlauf zu beurteilen.

Was du zu Hause sinnvoll dokumentieren kannst

Bis zur tierärztlichen Untersuchung kannst du wertvolle Informationen sammeln, die die spätere Einordnung erleichtern. Denn es geht nicht darum, selbst eine Diagnose zu stellen. Vielmehr helfen deine Beobachtungen dabei, Veränderungen objektiver zu beschreiben.

Deshalb notiere möglichst Datum, Uhrzeit und Situation. Dadurch lässt sich häufig besser erkennen, ob Auffälligkeiten nur einmalig aufgetreten sind oder sich über mehrere Tage entwickeln.

Britisch Kurzhaar ruht entspannt, während die Atemfrequenz im Schlaf oder in Ruhe gezählt wird.
Die Atemfrequenz sollte nur in echter Ruhe gezählt werden. Nach Spiel, Aufregung oder Transport sind die Werte nicht aussagekräftig.

Atemfrequenz in Ruhe zählen

Die Atemfrequenz zählt zu den wichtigsten Beobachtungen bei Katzen mit Verdacht auf eine Herzerkrankung.

Gemessen wird ausschließlich dann, wenn deine BKH tief und entspannt schläft. Denn nach dem Spielen, Toben oder einer aufregenden Situation sind die Werte nicht aussagekräftig.

Anschließend kannst du die Atemzüge über 15 Sekunden zählen und das Ergebnis mit vier multiplizieren. Werte zwischen etwa 15 und 30 Atemzügen pro Minute gelten in Ruhe als normal.

Außerdem ist es hilfreich, die Atemfrequenz an mehreren Tagen zu ähnlichen Tageszeiten zu dokumentieren. Denn einzelne Messungen können schwanken, während ein Verlauf häufig deutlich aussagekräftiger ist.

Videos von Atmung, Gangbild und Belastung machen

Viele Symptome treten nicht dauerhaft auf. Deshalb kann es passieren, dass deine Katze beim Tierarzt völlig unauffällig wirkt.

Deshalb liefern kurze Videos in solchen Fällen oft wertvolle Zusatzinformationen.

Filme beispielsweise:

  • die Atmung im Ruhezustand
  • ungewöhnliche Bewegungsabläufe
  • Unsicherheiten beim Laufen
  • schnelle Ermüdung beim Spielen
  • auffällige Geräusche beim Atmen
  • plötzliche Schwächeepisoden

Achte darauf, deine Katze dabei nicht zu provozieren oder absichtlich zu belasten. Alltagssituationen reichen vollkommen aus.

Veränderungen in Fressen, Aktivität und Rückzug notieren

Zudem können neben körperlichen Auffälligkeiten auch kleine Veränderungen im Verhalten wichtige Hinweise liefern.

Schreibe beispielsweise auf:

  • frisst sie weniger oder langsamer?
  • schläft sie deutlich mehr?
  • springt sie seltener auf Kratzbaum oder Fensterbank?
  • spielt sie kürzer als früher?
  • zieht sie sich häufiger zurück?
  • wirkt sie schneller erschöpft?

Dadurch kann die Tierärztin oder der Tierarzt Veränderungen zeitlich leichter einordnen.

Was du bitte nicht tun solltest

Wenn der Verdacht auf eine Herzerkrankung besteht, möchten viele Halterinnen möglichst schnell helfen. Allerdings entstehen dabei manchmal gut gemeinte Fehler.

Keine Medikamente ohne tierärztliche Anweisung

Denn Herzmedikamente greifen gezielt in den Blutdruck, die Herzleistung oder den Flüssigkeitshaushalt ein.

Deshalb dürfen sie niemals ohne vorherige Untersuchung oder auf Verdacht gegeben werden. Auch Präparate anderer Haustiere oder Medikamente aus früheren Behandlungen sind keine sichere Lösung.

Denn welche Therapie geeignet ist, hängt immer von der genauen Diagnose und dem aktuellen Krankheitsstadium ab.

Atemnot nicht abwarten

Wenn deine Katze angestrengt atmet, mit geöffnetem Maul Luft holt oder sichtbar schlecht Luft bekommt, handelt es sich um einen Notfall.

Deshalb versuche in dieser Situation nicht, Hausmittel einzusetzen oder bis zum nächsten Werktag zu warten.

Stattdessen halte deine Katze möglichst ruhig, vermeide unnötigen Stress und fahre direkt in eine Tierklinik oder zum tierärztlichen Notdienst.

Symptome nicht als Alter, Sturheit oder Rassetyp abtun

Mit zunehmendem Alter werden viele Katzen ruhiger. Trotzdem sollte eine deutliche Veränderung des gewohnten Verhaltens niemals vorschnell mit dem Alter erklärt werden.

Außerdem gilt dasselbe für Aussagen wie:

  • „Britisch Kurzhaar sind eben gemütlich.“
  • „Sie war schon immer etwas faul.“
  • „Das gehört bei der Rasse dazu.“

Natürlich unterscheiden sich Katzen im Temperament. Wenn sich das Verhalten jedoch plötzlich entwickelt oder verschlechtert es sich nach und nach, lohnt sich immer eine medizinische Abklärung.

Gerade weil Katzen Beschwerden häufig lange verbergen, können selbst kleine Veränderungen wichtige Hinweise liefern.

Kauf, Zucht und Vorsorge

Wenn du dich für eine Britisch Kurzhaar entscheidest oder bereits mit einer BKH zusammenlebt, stellt sich früher oder später die Frage, ob sich Herzprobleme verhindern lassen.

Allerdings gibt es leider keine absolute Sicherheit. Dennoch kannst du das Risiko besser einschätzen und dazu beitragen, Erkrankungen möglichst früh zu erkennen.

Gesundheitsnachweise und Untersuchungsergebnisse einer Britisch Kurzhaar werden vor dem Kauf geprüft.
Aktuelle Gesundheitsnachweise sind keine Garantie, aber sie zeigen, ob Zucht und Vorsorge verantwortungsvoll dokumentiert werden.

Welche Fragen an Züchter sinnvoll sind

Deshalb lohnt sich bereits vor dem Kauf ein genauer Blick auf die Gesundheitsvorsorge der Elterntiere.

Zudem beantwortet ein verantwortungsvoller Züchter Fragen offen und kann entsprechende Nachweise vorlegen.

Sinnvolle Fragen sind unter anderem:

  • Wurden Mutter- und Vatertier regelmäßig per Herzultraschall untersucht?
  • Wann fand die letzte Untersuchung statt?
  • Wer hat den Herzultraschall durchgeführt?
  • Gibt es bekannte HCM-Fälle in der Linie?
  • Werden die Zuchttiere regelmäßig erneut untersucht?

Denn seriöse Züchter wissen, dass HCM auch später im Leben auftreten kann. Deshalb beschränken sie sich nicht auf eine einmalige Untersuchung im jungen Alter.

Warum Gesundheitsnachweise aktuell und nachvollziehbar sein sollten

Allerdings liefert ein älterer Untersuchungsbericht nur eine Momentaufnahme.

Deshalb sind aktuelle Befunde deutlich aussagekräftiger, die regelmäßig erneuert wurden. Dadurch lässt sich besser beurteilen, ob sich im Verlauf Veränderungen entwickelt haben.

Zudem ist die Qualität der Untersuchung wichtig. Gerade beim Herzultraschall spielt die Erfahrung der untersuchenden Tierärztin oder des untersuchenden Tierarztes eine große Rolle.

Lass dir deshalb Nachweise ruhig zeigen und erkläre offene Fragen nicht vorschnell für erledigt. Ein seriöser Züchter wird nachvollziehbare Informationen gerne zur Verfügung stellen.

Wenn größere Eingriffe oder unerwartete Diagnostik finanziell ein Thema werden könnten, kann eine OP-Versicherung für Katzen oder eine bewusst aufgebaute Rücklage frühzeitig entlasten.

Wie Vorsorge bei erwachsenen BKH besprochen werden kann

Auch wenn deine Britisch Kurzhaar bereits viele Jahre bei dir lebt und bislang gesund wirkt, darf das Thema Herzvorsorge jederzeit angesprochen werden.

Das gilt besonders dann, wenn:

  • ein Herzgeräusch festgestellt wurde
  • nahe Verwandte an HCM erkrankt sind
  • erste Auffälligkeiten auftreten
  • vor einer Narkose eine genauere Herzuntersuchung sinnvoll erscheint

Deshalb lässt sich gemeinsam mit deiner Tierärztin oder deinem Tierarzt entscheiden, ob und wann ein Herzultraschall sinnvoll ist. Allerdings gibt es keine pauschalen Empfehlungen für jede einzelne BKH. Vielmehr spielen Alter, Gesundheitszustand, Familiengeschichte und vorhandene Befunde eine wichtige Rolle.

Leben mit einer BKH mit Herzdiagnose

Eine Herzdiagnose ist zunächst für viele Halterinnen ein Schock. Trotzdem bedeutet sie nicht automatisch, dass deine Katze nur noch wenige Wochen oder Monate leben wird.

Denn je nach Erkrankung, Schweregrad und Ansprechen auf die Behandlung können viele Katzen noch lange eine gute Lebensqualität haben.

Therapieplan, Kontrollen und Alltag

Anschließend erstellt die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt einen individuellen Behandlungsplan.

Dazu gehören häufig:

  • regelmäßige Kontrolluntersuchungen
  • gegebenenfalls Herzultraschall in bestimmten Abständen
  • individuell angepasste Medikamente
  • Beobachtung der Atemfrequenz zu Hause
  • Dokumentation neuer Symptome

Deshalb halte vereinbarte Kontrolltermine möglichst zuverlässig ein. Dadurch lassen sich Veränderungen oft früh erkennen und Therapien bei Bedarf anpassen.

Stress reduzieren, ohne die Katze einzuschränken

Ruhe kann einer herzkranken Katze guttun. Gleichzeitig bedeutet das nicht, dass sie den ganzen Tag stillliegen oder vollständig geschont werden muss.

Stattdessen ist ein entspannter Alltag viel sinnvoller ohne unnötige Belastungen.

Hilfreich sind beispielsweise:

  • ruhige Rückzugsorte
  • kurze Wege zu Wasser, Futter und Katzenklo
  • gut erreichbare Liegeplätze
  • gleichmäßige Tagesabläufe
  • unnötigen Stress möglichst vermeiden

Verzichte dagegen darauf, deine Katze zu wilden Spielen oder anstrengenden Aktivitäten zu motivieren, wenn sie selbst deutlich signalisiert, dass sie eine Pause braucht.

Außerdem lohnt bei kräftig gebauten BKH-Katzen ein nüchterner Blick auf Gewicht und Körperform. Der Artikel BKH Übergewicht vermeiden hilft dir, Futtermenge, Bewegung und Körperzustand ruhiger einzuschätzen.

Wann zusätzlich Verhalten und Umfeld betrachtet werden können

Steht die medizinische Behandlung, richtet sich der Blick wieder stärker auf den Alltag.

Zudem verändern manche Katzen nach einer Herzdiagnose ihr Verhalten. Einige schlafen mehr, andere wirken unsicher oder ziehen sich häufiger zurück. Zusätzlich können Medikamente oder Einschränkungen den Tagesablauf beeinflussen.

Wenn medizinische Ursachen sorgfältig abgeklärt und behandelt sind, lohnt es sich deshalb auch, Haltung, Beschäftigung, Ressourcen und mögliche Stressfaktoren zu überprüfen.

Allerdings wird nicht jede Verhaltensänderung durch das Herz verursacht. Gleichzeitig sollte aber auch nicht jedes auffällige Verhalten ausschließlich auf die Diagnose geschoben werden. Denn häufig spielen mehrere Faktoren zusammen, die sich gemeinsam deutlich besser lösen lassen.

Wenn zusätzlich Unsauberkeit bei Katzen entsteht, sollte zuerst medizinisch sortiert und danach strukturiert auf Katzenklo, Stress, Schmerzen, Ressourcen und Alltag geschaut werden.

Häufige Fragen

Sind Herzprobleme bei BKH häufig?

Die Britisch Kurzhaar gehört zu den Katzenrassen, bei denen bestimmte Herzerkrankungen, insbesondere HCM, häufiger beschrieben werden als bei vielen anderen Rassen. Das bedeutet jedoch nicht, dass jede BKH betroffen ist. Viele Tiere bleiben ihr Leben lang herzgesund.

Was ist HCM bei Katzen?

HCM ist die Abkürzung für hypertrophe Kardiomyopathie. Dabei verdickt sich der Herzmuskel, wodurch sich das Herz schlechter mit Blut füllen kann. Je nach Ausprägung bleibt die Erkrankung lange unbemerkt oder führt zu deutlichen Beschwerden. Die genaue Diagnose erfolgt durch eine tierärztliche Untersuchung, insbesondere mittels Herzultraschall.

Welche Symptome zeigen Katzen mit Herzproblemen?

Mögliche Anzeichen sind unter anderem eine erhöhte Atemfrequenz in Ruhe, schnelle Erschöpfung, verminderte Aktivität, Rückzug, Appetitverlust oder allgemeine Schwäche. Atemnot, Maulatmung, Kollaps oder eine plötzlich auftretende Hinterbeinlähmung gelten dagegen als Notfälle und müssen sofort tierärztlich behandelt werden.

Was bedeutet ein Herzgeräusch bei einer BKH?

Ein Herzgeräusch ist zunächst nur ein Untersuchungsbefund. Es kann auf eine Herzerkrankung hinweisen, muss es aber nicht. Ebenso können Katzen mit HCM zeitweise gar kein hörbares Herzgeräusch haben. Deshalb sind weitere Untersuchungen notwendig, um die Ursache sicher einzuordnen.

Reicht ein Gentest für HCM?

Nein. Ein Gentest kann in bestimmten Situationen zusätzliche Informationen liefern, ersetzt jedoch keinen Herzultraschall. Außerdem schließt ein unauffälliges Testergebnis eine spätere Herzerkrankung nicht sicher aus.

Wann ist Atemnot ein Notfall?

Sobald deine Katze in Ruhe angestrengt atmet, mit geöffnetem Maul Luft holt oder sichtbar schlecht Luft bekommt, solltest du unverzüglich eine Tierklinik oder den tierärztlichen Notdienst aufsuchen. In solchen Situationen darf nicht abgewartet werden.

Sollte jede BKH zum Herzultraschall?

Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort. Ob ein Herzultraschall sinnvoll ist, hängt unter anderem vom Alter deiner Katze, vorhandenen Symptomen, einem festgestellten Herzgeräusch, der Familiengeschichte und der tierärztlichen Einschätzung ab.

Was sollte ich beim Züchter fragen?

Lass dir aktuelle Herzuntersuchungen der Elterntiere zeigen und frage nach regelmäßigen HCM-Screenings sowie bekannten Herzerkrankungen innerhalb der Zuchtlinie. Verantwortungsvolle Züchter dokumentieren diese Untersuchungen nachvollziehbar und beantworten Fragen offen.

Fazit: Herzprobleme bei der BKH ernst nehmen, aber ruhig sortieren

Herzprobleme gehören zu den Erkrankungen, die viele Halterinnen verständlicherweise beunruhigen. Gleichzeitig hilft Panik weder dir noch deiner Katze weiter.

Entscheidend ist vielmehr, Warnzeichen früh zu erkennen und zwischen einem akuten Notfall sowie Beschwerden zu unterscheiden, die zeitnah tierärztlich abgeklärt werden sollten.

Vor allem HCM spielt bei der Britisch Kurzhaar eine wichtige Rolle. Dennoch entwickelt längst nicht jede BKH diese Erkrankung. Ebenso erlaubt weder ein Herzgeräusch noch ein einzelner Bluttest oder Gentest eine sichere Diagnose.

Erst die Kombination aus gründlicher Untersuchung, Herzultraschall und der gesamten Krankengeschichte ermöglicht eine verlässliche Einordnung.

Bis zum Tierarzttermin kannst du deine Katze aufmerksam beobachten, die Atemfrequenz dokumentieren und Veränderungen im Alltag notieren. Dadurch erhält die behandelnde Tierärztin oder der behandelnde Tierarzt wichtige Informationen für die weitere Diagnostik.

Steht schließlich eine medizinische Diagnose fest und ist die Behandlung eingeleitet, lohnt sich zusätzlich ein Blick auf Haltung, Alltag und mögliche Belastungsfaktoren. So lassen sich viele Katzen trotz einer Herzerkrankung möglichst lange sicher, ruhig und mit einer guten Lebensqualität begleiten.

Quellen & weiterführende Informationen